Gesundheit muss Schule machen

Investition in Prävention ist ein gesundheitspolitisches und volkswirtschaftliches Muss

Folgekosten in der Höhe von 1,6 Milliarden Euro werden laut neuen Hochrechnungen der Österreichischen Ärztekammer im Jahr 2030 dadurch entstehen, dass die Jugendlichen heute ungesund leben. Die Volkswirtschaft werden die chronischen Krankheiten, die sich bis dahin erwachsenen heutigen Jugendlichen zugezogen haben werden, 400 Millionen Euro pro Jahr an Produktivitätseinbußen kosten.

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Demenz: Neue Herausforderungen für Bauen & Architektur

11. Mai 2012

Entlastende Strukturen notwendig, Sinne als Schlüssel zur Erinnerung


Die Zahlen der Demenzerkrankungen sind europaweit im Steigen. In Österreich sind rund 100.000 Menschen betroffen. 2050 wird diese Zahl auf etwa 230.00 angestiegen sein. Demenz ist heute bereits Alltag in Senioren- und Pflegeheimen aber auch zuhause. Demenzgerechtes Bauen und Wohnen wird daher zur Hauptaufgabe – für Betreuer, Angehörige, Architekten und auch die Politik. „Wenn wir jetzt keine Strategien mit entlastenden Strukturen entwickeln, um Demenzkranke optimal zu betreuen, wird diese Krankheit zur tickenden Zeitbombe für unser Gesundheitssystem“, warnt auch Ärztekammer-Präsident Walter Dorner. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat sich unter dem Titel „Zeit hat keine Bedeutung mehr“ diesem Thema ebenfalls ausführlich gewidmet. „Die Zukunft liegt in kleinen Heimen“, so das Fazit des Berichtes.

Ärztekammer zu E-Medikation: Schwere Mängel beheben

11. Mai 2012

Wawrowsky sieht Überdimensionierung – zu hoher Aufwand – geringe Benutzerfreundlichkeit


Einen starken Verbesserungsbedarf des Projektes zur E-Medikation sieht der Bundesobmann der niedergelassenen Ärzte, Günther Wawrowsky. Sowohl die wissenschaftliche Evaluierung als auch eine aktuelle ärztekammerinterne Umfrage unter den Pilotärzten hätten schwere Mängel bei der Software und auch bei einer „überdimensionierten" Auslegung des Projektes aufgezeigt. Darüber hinaus mangle es an Benutzerfreundlichkeit. Der mit der Handhabung des Systems verbundene Zeitaufwand übersteige das „zumutbare Ausmaß" erheblich, so Wawrowsky.

Fehlerberichts- und Lernsystem CIRSmedical.at

10. Mai 2012

ÖÄK-Wechselberger: Erfolgreiches System jedenfalls fortsetzen


Seit November 2009 steht dem heimischen Gesundheitswesen das von der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) initiierte Fehlerberichts- und Lernsystem CIRSmedical.at zur Verfügung. Die hohe Anzahl an Berichten und Kommentaren sowie der aktuelle Evaluationsbericht belegen: Das „Critical Incident Reporting System" trägt wesentlich zur Entwicklung einer modernen Sicherheitskultur und zur Verbesserung der Patientensicherheit bei. Dennoch habe man in der Ärztekammer den Eindruck, das Gesundheitsministerium distanziere sich seit Abschluss der positiven Evaluation im Herbst 2011. „Wir wundern uns, dass im Zusammenhang mit der geplanten nationalen Patientensicherheitsstrategie keine Rede von CIRSmedical ist", erklärte ÖÄK-Vizepräsident Artur Wechselberger bei einem Pressegespräch. Schließlich habe das Ministerium die Pilotphase sehr gut begleitet und auch deren Evaluation in Auftrag gegeben.

ÖÄK-Präsident Dorner unterzeichnet Verfassungsklage gegen Vorratsdatenspeicherung

9. Mai 2012

Datenschutzexperte sieht keinen Nutzen in Vorratsdatenspeicherung – Auch ELGA aus datenschutzrechtlicher Sicht bedenklich

 

Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Walter Dorner, hat am Mittwoch, dem 9.5.2012 die Verfassungsklage gegen die Vorratsdatenspeicherung unterzeichnet. „Die Vorratsdatenspeicherung gefährdet das sensible Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient sowie das ärztliche Berufsgeheimnis", begründete Dorner seinen Schritt. Kommunikationsdaten zwischen Arzt und Patient, die auf elektronischer Basis erfasst würden, könnten einerseits zur Erstellung von Weg-Zeit-Profilen führen und andererseits Rückschlüsse auf Arztbesuche bzw. den Gesundheitszustand zulassen.