<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<!-- generator="FeedCreator 1.7.2" -->
<rss version="2.0">
    <channel>
        <title>ÖÄK - News, Facts, Trends - Newsfeed</title>
        <description>Newsfeed from ÖÄK - News, Facts, Trends</description>
        <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom</link>
        <lastBuildDate>Thu, 29 Jul 2010 21:52:42 +0100</lastBuildDate>
        <generator>FeedCreator 1.7.2</generator>
        <item>
            <title>Kostenexplosion im Gesundheitswesen: ein Irrglaube</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=421</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mythen dr&amp;auml;ngen gesundheitspolitische Fakten in den Hintergrund,&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;so der Gesundheitsmonitor der deutschen Bertelsmann-Stiftung, der aktuell erschienen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die gesetzlich Versicherten halten die Verwaltungskosten der Krankenkassen vermeintlich f&amp;uuml;r eine der Hauptursachen der Kostenexplosion im deutschen Gesundheitswesen. Dem Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung zufolge gehen diesem Irrglauben rund 60% nach. Tats&amp;auml;chliegen liegen die Kosten seit Jahrzehnten bei moderaten 5%-6%. Nicht nur an dieser Stelle in der Gesundheitspolitik haben offenkundig Mythen die Fakten in den Hintergrund gedr&amp;auml;ngt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Keine Explosion&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und von einer Kostenexplosion, von der fast jeder Versicherte (94%) mindestens schon einmal geh&amp;ouml;rt hat, kann keine Rede sein: Zwar soll der Beitragssatz wieder steigen, aber die Ausgaben der Kassen im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt verharren seit zehn Jahren bei rund 7%.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Medizintechnik&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach den Ergebnissen des Gesundheitsmonitors vermutet fast jeder Dritte (38%) den medizinisch technischen Fortschritt in Verbindung mit l&amp;auml;ngerer Lebenserwartung als weitere Ursache hinter der angeblichen Kostenexplosion, und fast jeder F&amp;uuml;nfte (19%) sieht die Begr&amp;uuml;ndung in zu hohen Einnahmen von &amp;Auml;rzten und Kliniken. Richtig ist hingegen, dass die steigenden Kosten im Alter weniger mit Lebensjahren als mit der N&amp;auml;he zum Tod zu tun haben. Und auch die Ausgaben f&amp;uuml;r die ambulante &amp;auml;rztliche Versorgung sind nicht etwa gestiegen, sondern liegen seit langer Zeit zwischen 17% und 18% der Kassenausgaben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mythen entlarven&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der aktuelle Gesundheitsmonitor belegt, wie sehr solche Mythen verbreitet sind. So ist nahezu jeder dritte gesetzlich Versicherte (32%) von mindestens f&amp;uuml;nf Mythen &amp;uuml;berzeugt - darunter weit &amp;uuml;berproportional viele Besch&amp;auml;ftigte des Gesundheitswesens, wie &amp;Auml;rzte, Pflegekr&amp;auml;fte oder Krankenhausangestellte. Zudem zeigt sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Glauben an gesundheitspolitische Mythen und der h&amp;auml;ufigen Lekt&amp;uuml;re g&amp;auml;ngiger Informationsquellen, wie Krankenkassenzeitschriften, Tageszeitungen oder Apothekenzeitschriften.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Der B&amp;uuml;rger muss &amp;uuml;ber die tats&amp;auml;chlichen Zusammenh&amp;auml;nge in unserem Gesundheitssystem aufgekl&amp;auml;rt werden&quot;, bewertet &lt;strong&gt;Dr. Brigitte Mohn&lt;/strong&gt;, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, die Ergebnisse des Gesundheitsmonitors.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung hat dieses Jahr knapp 1.800 Personen zu aktuellen Themen im Politikfeld Gesundheit befragt. Die Befragten repr&amp;auml;sentieren den Bev&amp;ouml;lkerungsdurchschnitt. Aufgrund der Komplexit&amp;auml;t der Fragen wurden diese schriftlich beantwortet.&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Thu, 29 Jul 2010 10:00:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Diabetes lässt Jugend alt aussehen</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=420</link>
            <description>&lt;p&gt;Altersdiabetes ist eine der beiden Hauptformen von Diabetes und tritt normalerweise, wie der Name schon sagt, erst im Alter auf. Umso kurioser ist es, dass es heutzutage immer mehr &quot;jugendliche Altersdiabetiker&quot; gibt und die Medizin folgende Prognose abgibt: Klassische AltersdiabetikerInnen werden in der Zukunft nicht mehr um die 50, sondern um die 15 Jahre alt sein. Damit steht eine dramatische Entwicklung bevor, die insbesondere auf &amp;Uuml;bergewicht und Fettleibigkeit bei Jugendlichen zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren ist. Die L&amp;ouml;sung, um das Problem in den Griff zu bekommen, w&amp;auml;re eine fr&amp;uuml;hzeitige Diabetesvorsorge - doch diese ist f&amp;uuml;r Jugendliche bislang kaum vorhanden.
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus diesem Grund hat sich ein Projekt des Instituts f&amp;uuml;r Gesundheitswissenschaften der Fachhochschule St. P&amp;ouml;lten dem Thema Diabetes bei Jugendlichen gemeinsam mit Partnerschulen angenommen. In diesem wird nicht nur das Diabetesrisiko der Teenager erstmals umfassend untersucht, sondern auch ein neues Screening-Tool f&amp;uuml;r Jugendliche entwickelt. Am Programm stehen zus&amp;auml;tzlich akute Ma&amp;szlig;nahmen, bei denen Jugendliche Gleichaltrige &amp;uuml;ber die Gefahr der Zuckerkrankheit aufkl&amp;auml;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Alarmstufe &quot;Rot&quot;: Fett &amp;amp; Gene&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bei der Diabetes-Risikobewertung von Jugendlichen spielen verschiedene Parameter eine wichtige Rolle, wie Projektleiterin Daniela Wewerka-Kreimel, MBA, ausf&amp;uuml;hrt: &quot;Vor allem &amp;uuml;bergewichtige Jugendliche laufen Gefahr an Diabetes mellitus Typ 2, also dem so genannten Altersdiabetes, der ja keiner mehr ist - zu erkranken. Besonders laut klingeln die Alarmglocken bei einer &amp;uuml;berm&amp;auml;&amp;szlig;igen Fettansammlung am Bauch. Unsere Pilotstudie hat ausgehend vom Taillenumfang gezeigt, dass rund 8 % der Sch&amp;uuml;ler und Sch&amp;uuml;lerinnen fettleibig sind. Gleichzeitig empfinden sich jedoch nur etwas mehr als 1 % der M&amp;auml;dchen und Burschen selbst als dick.&quot; Neben &amp;Uuml;bergewicht spielen auch genetische Faktoren eine wichtige Rolle - also ob in der n&amp;auml;heren Verwandtschaft jemand an Diabetes erkrankt ist. Aus der Gruppe der &amp;uuml;bergewichtigen Teenies trifft dies auf 34 % der m&amp;auml;nnlichen und 27 % der weiblichen Jugendlichen zu. &quot;Ist beispielsweise der Vater oder die Mutter an Diabetes erkrankt, so besteht f&amp;uuml;r das jugendliche Kind ein um 30 % erh&amp;ouml;htes Risiko selbst zu erkranken&quot;, so Wewerka-Kreimel. Damit z&amp;auml;hlen insbesondere diese Jugendlichen f&amp;uuml;r die ForscherInnen klar zur Diabetes-Hochrisikogruppe - die Teenies selbst sind sich der Gefahr jedoch kaum bewusst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Umso gr&amp;ouml;&amp;szlig;er ist die Herausforderung f&amp;uuml;r den Gesundheitsbereich, gef&amp;auml;hrdete Jugendliche zu identifizieren, wie Wewerka-Kreimel ausf&amp;uuml;hrt: &quot;Mit FINDRISK - dem Risiko-Fragebogen DIABETES der Deutschen Diabetes-Stiftung - besteht zwar bereits ein einfaches und kosteng&amp;uuml;nstiges Screening-Instrument - dieses ist jedoch nur auf Erwachsene, nicht aber auf Jugendliche zugeschnitten. Denn hier wird z. B. neben dem Taillenumfang auch mit dem Body-Mass-Index gerechnet, der jedoch das L&amp;auml;ngenwachstum in der Pubert&amp;auml;t nicht ber&amp;uuml;cksichtigt und absolut verzerrte Ergebnisse liefert. Daher ist es das Ziel unseres aktuellen Projektes nun auch ein wissenschaftlich fundiertes Screening-Instrument f&amp;uuml;r Jugendliche zu entwickeln. Mit diesem wird ganz ohne laborchemische Tests auf der Basis von Fragen das individuelle Diabetesrisiko von Jugendlichen ermittelt.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Auf Wissenschaft folgt Aufkl&amp;auml;rung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Grundlage f&amp;uuml;r die wissenschaftlichen Untersuchungen ist eine Kooperation mit der nieder&amp;ouml;sterreichischen Landes-Berufsschule St. P&amp;ouml;lten, an der in der ersten Phase &amp;uuml;ber 300 Sch&amp;uuml;lerInnen untersucht und befragt wurden, Daten von 178 Sch&amp;uuml;lerInnen waren verwertbar. In der derzeit laufenden zweiten Phase wird mit dem Gymnasium Englische Fr&amp;auml;ulein St. P&amp;ouml;lten zusammengearbeitet - dar&amp;uuml;ber hinaus sollen weitere Schulkooperationen folgen. Dem Projekt-Team der FH St. P&amp;ouml;lten ist ein Anliegen, nicht nur wissenschaftliche Daten zu generieren, sondern auch unmittelbar Aufkl&amp;auml;rung zu leisten. So findet an Schulen im Raum St. P&amp;ouml;lten einmal im Jahr ein Diabetes-Projekttag statt. Dabei geben im Rahmen eines Peer-to-Peer Verfahrens Studierende der FH St. P&amp;ouml;lten ihr Wissen rund um Diabetes, gesunde Ern&amp;auml;hrung und Bewegung an Sch&amp;uuml;lerInnen und Lehrlinge weiter. So werden die Jugendlichen bereits jetzt - und in Folge auch durch das Teenie-Screening-Tool - f&amp;uuml;r die Volkskrankheit Diabetes sensibilisiert, damit diese aufgrund von Diabetes nicht ganz fr&amp;uuml;h alt enden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&amp;Uuml;ber die Fachhochschule St. P&amp;ouml;lten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Fachhochschule St. P&amp;ouml;lten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung in den Bereichen Technologie, Wirtschaft und Gesundheit &amp;amp; Soziales. In mittlerweile 14 FH-Studieng&amp;auml;ngen werden mehr als 1700 Studierende betreut. Neben der Lehre widmet sich die FH St. P&amp;ouml;lten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt innerhalb der Studieng&amp;auml;nge sowie in eigens etablierten Instituten, in denen laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickelt und umgesetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 9pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-ansi-language: DE-AT; mso-fareast-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language: AR-SA; mso-bidi-language: AR-SA;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.fhstp.ac.at/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: #008080; text-decoration: none; mso-ansi-language: EN-US; text-underline: none;&quot;&gt;http://www.fhstp.ac.at&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Mon, 26 Jul 2010 08:30:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Grünes Licht für Ärztegmbh.</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=418</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Parlament hat Gestz verabschiedet.&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nunmehr ist es Gesetz: &amp;Auml;rztegmbh. sind erlaubt, f&amp;uuml;r die &amp;Auml;rzteschaft und f&amp;uuml;r die gesundheitsversorgung in &amp;Ouml;sterreich &amp;ouml;ffnen sich neue Dimensionen.&quot;Ein Meilenstein&quot; so &amp;Ouml;AK-Pr&amp;auml;sident Dr. Walter Dorner. Das ORF Morgenjournal vom 10.7.2010 fasst zusammen.&lt;/p&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Parlament hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause eine &amp;Auml;nderung im Gesundheitswesen beschlossen: k&amp;uuml;nftig k&amp;ouml;nnen neue Gruppenpraxen &amp;uuml;ber eine &amp;Auml;rzte-GesmbH gegr&amp;uuml;ndet werden. In einer solchen Gesellschaft k&amp;ouml;nnen &amp;Auml;rzte in den verschiedensten Formen zusammenarbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;G&amp;uuml;nstigere &amp;Ouml;ffnungszeiten m&amp;ouml;glich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In den neuen Gruppenpraxen k&amp;ouml;nnen etwa praktische &amp;Auml;rzte mit Fach&amp;auml;rzten oder Fach&amp;auml;rzte verschiedener Richtungen zusammenarbeiten. Das soll auch patienten-freundlichere &amp;Ouml;ffnungszeiten m&amp;ouml;glich machen. Gruppenpraxen waren in &amp;Ouml;sterreich schon bisher erlaubt, neu ist jetzt, dass jetzt nur mehr &amp;Auml;rzte beziehungsweise Zahn&amp;auml;rzte Gesellschafter sein k&amp;ouml;nnen. Jeder muss dabei auch ma&amp;szlig;geblich in der Gruppenpraxis mitarbeiten. Die Abrechnung mit der Krankenkasse erfolgt &amp;uuml;ber Gesamtvertr&amp;auml;ge. Allgemeinmediziner k&amp;ouml;nnen zum Beispiel mit Fach&amp;auml;rzten eine gemeinsame Praxis betreiben, was den Patienten bei &amp;Uuml;berweisungen einigen Aufwand ersparen kann. Auch Fach&amp;auml;rzte aus verschiedenen Bereichen k&amp;ouml;nnen sich zusammentun oder auch zwei praktische &amp;Auml;rzte - und so l&amp;auml;ngere &amp;Ouml;ffnungszeiten oder k&amp;uuml;rzere Wartezeiten f&amp;uuml;r die Patienten m&amp;ouml;glich machen. Umgekehrt sollen durch die neuen Gruppenpraxen die Spitalsambulanzen entlastet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;als mp3: &lt;a href=&quot;http://oe1.orf.at/artikel/249094&quot;&gt;http://oe1.orf.at/artikel/249094&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Mon, 12 Jul 2010 11:21:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Online-Arztsuche: AOK und Weisse Liste starten Pilotprojekt</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=417</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Patientenerfahrungen dienen ab Herbst 2010 in Deutschland als Basis f&amp;uuml;r Online-Arztsuche neuer Qualit&amp;auml;t&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die OAOK und die Weisse Liste entwickeln gemeinsam ein nichtkommerzielles Internetportal, das Patienten und Versicherte bei der Arztsuche unterst&amp;uuml;tzen soll. Dazu starteten sie ein Pilotprojekt in Hamburg und Berlin. Th&amp;uuml;ringen&amp;nbsp;ist als dritte Pilotregion hinzukommen. AOK-Versicherte aus den drei Pilotregionen k&amp;ouml;nnen unter www.aok-arztnavi.de an einer wissenschaftlich fundierten Online-Befragung zu ihren &amp;Auml;rzten teilnehmen und ihre Erfahrungen als Patienten einbringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Ergebnisse der Befragung bilden die Grundlage f&amp;uuml;r das neue Arzt-suchportal, das ab Herbst 2010 unter &lt;a href=&quot;http://www.weisse-liste.de&quot;&gt;www.weisse-liste.de&lt;/a&gt;&amp;nbsp;und &lt;a href=&quot;http://www.aok-arztnavi.de&quot;&gt;www.aok-arztnavi.de&lt;/a&gt;&amp;nbsp;ver&amp;ouml;ffentlicht wird. Die Weisse Liste ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverb&amp;auml;nde der gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Patienten und Verbraucherorganisationen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Verl&amp;auml;&amp;szlig;liche Orientierungshilfe&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Wir m&amp;ouml;chten eine verl&amp;auml;ssliche und aussagekr&amp;auml;ftige Orientierungshilfe f&amp;uuml;r die Arztsuche schaffen und damit f&amp;uuml;r mehr Transparenz im Gesundheitswesen sorgen&quot;, sagt &lt;strong&gt;Dr. Brigitte Mohn&lt;/strong&gt;, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Patienten und Versicherte suchten heute oft vergeblich nach Informationen, die sie bei der Auswahl eines passenden Arztes unterst&amp;uuml;tzen. &quot;Mit Hilfe unserer leicht verst&amp;auml;ndlichen und methodisch fundierten Online-Suche sollen Patienten k&amp;uuml;nftig die M&amp;ouml;glichkeit haben, ihren Arzt bewusster zu w&amp;auml;hlen - auf Basis der Erfahrungen anderer Patienten&quot;, so Mohn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Strukturierte Befragung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;In der strukturierten Befragung k&amp;ouml;nnen Patienten &amp;uuml;ber ihre Erfahrungen bei der &amp;auml;rztlichen Behandlung Auskunft geben&quot;, sagt J&amp;uuml;rgen Graalmann, stellvertretender Vorsitzender des AOK-Bundesverbandes. &quot;Wir haben dazu ein Verfahren entwickelt, das diese Patientenerfahrungen auf faire Weise f&amp;uuml;r andere Patienten und f&amp;uuml;r die behandelnden &amp;Auml;rzte nutzbar macht. Wir wollen Versicherten damit qualit&amp;auml;tsgesichert helfen, den f&amp;uuml;r sie richtigen Arzt zu finden. Und wir bieten den behandelnden &amp;Auml;rzten damit hilfreiche Hinweise, wie sie von ihren Patienten gesehen werden.&quot; Dabei beachte das Projekt strikt alle Datenschutzbestimmungen. So entstehe eine Online-Arztsuche neuer Qualit&amp;auml;t. &quot;Wir rufen deshalb alle AOK-Versicherten in den Pilotregionen auf, ihre Erfahrungen einzubringen und damit anderen Patienten zu helfen&quot;, so Graalmann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Befragung, die unter &lt;a href=&quot;http://www.aok-arztnavi.de&quot;&gt;www.aok-arztnavi.de&lt;/a&gt;&amp;nbsp;startet, wurde in einem mehrstufigen Verfahren wissenschaftlich entwickelt. An der Entwicklung waren Patienten- und &amp;Auml;rztevertreter beteiligt. Der Online-Fragebogen besteht aus rund 30 Fragen zu den Themenbereichen &quot;Praxis und Personal&quot;, &quot;Arztkommunikation&quot; und &quot;Behandlung&quot;. So wird etwa gefragt, ob der Arzt den Patienten in Entscheidungen einbezieht oder ob die Patienten den Schutz ihrer Intimsph&amp;auml;re in einer Praxis gewahrt sehen. Zudem k&amp;ouml;nnen die Teilnehmer angeben, ob sie den Arzt an Freunde weiterempfehlen w&amp;uuml;rden. Auf Freitextbewertungen verzichten die Initiatoren bewusst, um Verunglimpfungen von &amp;Auml;rzten auszuschlie&amp;szlig;en. Durch ein spezielles Login-Verfahren f&amp;uuml;r die Versicherten wird sichergestellt, dass jeder Nutzer nur jeweils eine Beurteilung je Arzt abgeben kann. So sollen Manipulationen wie Mehrfachbewertungen ausgeschlossen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Herbst 2010: Online&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab Herbst 2010 werden die Befragungsergebnisse zu den niedergelassenen &amp;Auml;rzten in der neuen Online-Arztsuche ver&amp;ouml;ffentlicht. Voraussetzung f&amp;uuml;r die Ver&amp;ouml;ffentlichung der Ergebnisse eines Arztes ist, dass eine mindestens zweistellige Anzahl an Beurteilungen vorliegt. Die Beurteilungen werden zusammengefasst und nutzerfreundlich aufbereitet. Zahn&amp;auml;rzte und Psychotherapeuten sind im ersten Schritt noch nicht mit einbezogen, sollen aber nach Abschluss der Pilotphase mit eigens entwickelten Frageb&amp;ouml;gen ebenfalls beurteilt werden k&amp;ouml;nnen. Zu Beginn werden in der Online-Arztsuche die Befragungsergebnisse aus den drei Pilotregionen abrufbar sein. Danach sollen Schritt f&amp;uuml;r Schritt Ergebnisse aus ganz Deutschland in das Portal einflie&amp;szlig;en. Nach der Entwicklungsphase sollen sich auch andere Krankenkassen an dem Projekt beteiligen k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zur AOK:&lt;/strong&gt; Die AOK versichert rund 24 Millionen Menschen. Sie besteht aus 14 AOKs und dem AOK-Bundesverband. Mit dem AOK-Gesundheitsnavigator unter der Internetadresse &lt;a href=&quot;http://www.aok-gesundheitsnavi.de&quot;&gt;www.aok-gesundheitsnavi.de&lt;/a&gt; bietet die AOK verschiedene Informations- und Rechercheangebote rund um das Thema Gesundheit. Der AOK-Arztnavigator auf Basis der Weissen Liste ist eine Erweiterung dieses Services.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zur Weissen Liste:&lt;/strong&gt; Die Weisse Liste ist ein gemeinsames Projekt von Bertelsmann Stiftung, Bundesar-beitsgemeinschaft SELBSTHILFE (BAG SELBSTHILFE), Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegrup-pen, FORUM chronisch kranker und behinderter Menschen im PARIT&amp;Auml;TISCHEN Gesamtverband, Sozialverband VdK Deutschland und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Die Initiatoren wollen mit dem Internetportal www.weisse-liste.de eine individuelle Entscheidungshilfe f&amp;uuml;r Patienten und Angeh&amp;ouml;rige zur Verf&amp;uuml;gung stellen und f&amp;uuml;r mehr Transparenz im Gesundheitswesen sorgen. Gestartet ist das Portal im Juni 2008 mit einer Krankenhaussuche, die Arztsuche ist eine Erweiterung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weitere Informationen finden sich unter Weblinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.weisse-liste.de/&quot;&gt;http://www.weisse-liste.de/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.aok-arztnavi.de/&quot;&gt;http://www.aok-arztnavi.de/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-250295DB-98BC16CC/bst/xcms_bst_dms_31605_31606_2.pdf&quot;&gt;http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-250295DB-98BC16CC/bst/xcms_bst_dms_31605_31606_2.pdf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Mon, 12 Jul 2010 10:46:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Krankheiten googlen ist gefährlich</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=415</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Analyse von &quot;Journal of Bone and Joint Sugery&quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei einer Krankheit suchen viele Patienten zuerst im Internet um Rat und entscheiden auf dieser Basis, welche weiteren Schritte sie unternehmen. Viele der hier verf&amp;uuml;gbaren Informationen sind jedoch falsch oder unvollst&amp;auml;ndig, sagen US-Forscher in der Fachzeitschrift &quot;Journal of Bone and Joint Surgery&quot;. Besonders bei kommerzielle Seiten raten sie zur Vorsicht. Dem schlie&amp;szlig;en sich auch &amp;Ouml;sterreichische &amp;Auml;rzte an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer mehr Menschen erscheinen mit Ausdrucken aus dem Internet in den Arztpraxen&quot;, erkl&amp;auml;rt Studienautor Madhav A. Karunakar vom Carolinas Medical Center die Motive der Forschung. Wichtig sei zu wissen, dass es gro&amp;szlig;e Unterschiede in der Qualit&amp;auml;t der online verf&amp;uuml;gbaren Informationen gibt. &quot;&amp;Auml;rzte sollten gut vorbereitet sein, um diese Informationen mit den Patienten zu diskutieren. Sonst kann es schnell zu falschen Interpretationen kommen.&quot; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Forscher nahmen die h&amp;auml;ufigsten Sportverletzungen unter die Lupe und &amp;uuml;berpr&amp;uuml;ften, was im Web &amp;uuml;ber sie geschrieben steht. Dazu geh&amp;ouml;rten etwa B&amp;auml;nderrisse, Verletzungen der Rotatorenmanschette oder des Meniskus, Knie- und Schulterl&amp;auml;sionen, der Tennisellbogen und die aseptische Knochennekrose. Ausgewertet wurden die jeweils zehn ersten Sucheintr&amp;auml;ge bei Google und Yahoo, wobei man Punkte nach Vollst&amp;auml;ndigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Darstellung vergab. Vermerkt wurde auch, wer die Information ver&amp;ouml;ffentlicht hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unabh&amp;auml;ngige Seiten bieten beste Information&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Die besten Inhalte gibt es bei den Non-Profit-Seiten, gefolgt von den wissenschaftlichen Quellen - wozu auch medizinische Journale gez&amp;auml;hlt wurden. Abgeschlagen davon sind die nicht auf Verkauf orientierten kommerziellen Seiten und ganz am Ende Artikel von Nachrichtenmedien sowie von Einzelpersonen. Kommerzielle Seiten mit finanziellem Interesse an der Diagnose - etwa aus der Pharmabranche - waren h&amp;auml;ufig vertreten, jedoch selten vollst&amp;auml;ndig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Unter den ersten zehn Suchergebnissen sind im Schnitt zwei gesponserte Seiten zu finden&quot;, so Karunakar. Bei diesen gehe es den Betreibern vor allem darum, ihre Produkte zu verkaufen, weshalb sie oft tendenzi&amp;ouml;s seien und wenig &amp;uuml;ber Risiken oder Nebenwirkungen der beworbenen Behandlung informieren. Die Forscher empfehlen daher, kommerzielle Seiten bis auf wenige seri&amp;ouml;se Ausnahmen lieber zu meiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.carolinasmedicalcenter.org&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: #800080;&quot;&gt;http://www.carolinasmedicalcenter.org&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;!-- LIVING AD - VIDEOADD CONTENT END //--&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Mon, 05 Jul 2010 11:33:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Reform des chinesischen Gesundheitssystems angekündigt</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=414</link>
            <description>&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Verbesserung ist notwendige Bedingung f&amp;uuml;r ausgeglicheneres Wachstum&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Chinas Gesundheitssystem war in den vergangenen Jahren stark unterfinanziert. 2009 k&amp;uuml;ndigte die Regierung eine umfassende Reform an, die den Krankenversicherungsschutz bis 2011 auf 90% der Bev&amp;ouml;lkerung ausdehnen soll. Die Reformen sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bestehen weiterhin zahlreiche Herausforderungen, so eine Analyse der DB-Research.&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Das Ende des Systems der &amp;bdquo;Eisernen Reisschale&amp;ldquo; Ende 1987 das seit 1949 f&amp;uuml;r einen gro&amp;szlig;en Teil der Bev&amp;ouml;lkerung soziale Sicherung bot, wird als einer der Gr&amp;uuml;nde f&amp;uuml;r Chinas hohe Sparquote gesehen. In den vergangenen Jahren versuchte die chinesische Regierung das Problem des unterfinanzierten Gesundheitssystems anzugehen und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 eine umfassende, sichere, erschwingliche und effektive Basisversorgung bereitzustellen, um die Abh&amp;auml;ngigkeit von pers&amp;ouml;nlichen Ersparnissen zu verringern.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;China unter der OECD-Durchschnitt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Bez&amp;uuml;glich der Gesundheitsausgaben rangiert China deutlich hinter OECD L&amp;auml;ndern und den anderen BRIC Staaten. W&amp;auml;hrend die meisten L&amp;auml;nder 8-11% ihres BIP f&amp;uuml;r das Gesundheitswesen ausgeben, liegen Chinas Ausgaben unter 5%.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Ein Anstieg der Gesundheitsausgaben ist vor dem Hintergrund einer alternden Bev&amp;ouml;lkerung und der Ein-Kind-Politik notwendig. Der Altersabh&amp;auml;ngigkeitsquotient wird sich mit der Zeit verschlechtern und das individuell verf&amp;uuml;gbare Einkommen zusehends schm&amp;auml;lern, wenn es keine staatliche Hilfe gibt. Zus&amp;auml;tzlich, sehen sich die Menschen mit steigendem pro Kopf Einkommen verst&amp;auml;rkt Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes und Krebs, dessen Auftreten von modernem Lebensstil gef&amp;ouml;rdert wird, gegen&amp;uuml;ber.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Diseases steigen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Die Verbreitung von Bluthochdruck ist beispielsweise von 1993 bis 2008 um &amp;uuml;ber 400% gestiegen. Seit 2002 gibt es 14% mehr &amp;uuml;bergewichtige Menschen und mehr als 6% der Bev&amp;ouml;lkerung leiden an Diabetes.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Trotz schnell steigender Einkommen und starkem Wirtschaftswachstum blieben die Gesundheitsausgaben der Regierung in den letzten Jahren konstant. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Sorge, da die Lebenserwartung zunimmt (und damit auch die erwarteten Gesundheitsausgaben) und die Gesundheitskosten seit Anfang der 2000er enorm angestiegen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;M&amp;auml;ngel eklatant&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Die M&amp;auml;ngel des chinesischen Gesundheitssystems wurden sp&amp;auml;testens 2003 mit dem Ausbruch von SARS offenkundig. Als Reaktion auf diese Missst&amp;auml;nde und die Notwendigkeit die inl&amp;auml;ndische Nachfrage anzukurbeln, wurde im April 2009 eine gro&amp;szlig;angelegte Gesundheitsreform angek&amp;uuml;ndigt. Zwischen 2009 und 2011 plant die Regierung zus&amp;auml;tzliche RMB 850 Billionen bereitzustellen, um 29.000 neue Krankenh&amp;auml;user auf Gemeinde- und 2.000 auf Kreisebene einzurichten, die bestehenden Einrichtungen auszubauen, in die Infrastruktur zu investieren und eine Liste aller erstattungsf&amp;auml;higen Medikamente einzuf&amp;uuml;hren. Bis 2011 sollen mehr als 90% der Bev&amp;ouml;lkerung krankenversichert sein und jeder teilnehmende B&amp;uuml;rger soll 120 RMB pro Jahr als Versicherungszuschuss erhalten. Diese Ma&amp;szlig;nahmen sollen dazu beitragen, die Entwicklung bisher vernachl&amp;auml;ssigter l&amp;auml;ndlicher Gebiete voranzutreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Eine Reduzierung der Abh&amp;auml;ngigkeit von Ersparnissen d&amp;uuml;rfte die Konsumausgaben der Haushalte ansteigen lassen und damit die inl&amp;auml;ndische Nachfrage st&amp;auml;rken. Das ist eine notwendige Bedingung f&amp;uuml;r ausgeglicheneres Wachstum weg von Exportabh&amp;auml;ngigkeit hin zu mehr Binnennachfrage. Studien zeigen, dass ein Anstieg der staatlichen Gesundheitsausgaben von 1% des BIP, der zu gleichen Teilen auf Renten, Gesundheitswesen und Bildungssektor verteilt wird, zu einem dauerhaften Anstieg der Haushaltskonsumausgaben von 1,25% des BIP (IMF WP/10/96) f&amp;uuml;hren w&amp;uuml;rde. Der Konsumanstieg k&amp;ouml;nnte in l&amp;auml;ndlichen Gegenden st&amp;auml;rker ausfallen als in st&amp;auml;dtischen, da erstere einen kleineren Anteil der Staatsausgaben erhalten, w&amp;auml;hrend letztere 75% der Haushaltskonsums ausmachen (IMF WP/10/16).&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Reform kommt gut an&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Erste Ergebnisse der Reformen haben bereits zu verbesserter Lebensqualit&amp;auml;t, einem signifikanten Anstieg des Versicherungsschutzes sowie einem drastischen R&amp;uuml;ckgang der S&amp;auml;uglingssterblichkeit von 37 Babies pro 1000 Geburten in 1990 auf 18 im Jahr 2008 gef&amp;uuml;hrt. Die Regierung plant auch, die Anzahl der Medizinabsolventen zu erh&amp;ouml;hen, da die geringe Qualifikation der Angestellten im Gesundheitssektor eine der gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Herausforderungen f&amp;uuml;r Gesundheitseinrichtungen darstellt.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Dass China deutlich mehr &amp;Auml;rzte als Pflegepersonal hat, erschwert die angemessene Bereitstellung medizinischer Grundversorgung erheblich und sorgt f&amp;uuml;r &amp;uuml;berf&amp;uuml;llte Krankenh&amp;auml;user in gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren St&amp;auml;dten. Die zus&amp;auml;tzliche Ausbildung von Pflegepersonal soll diesem Problem Abhilfe schaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Herausforderungen bleiben&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Obwohl die j&amp;uuml;ngsten Reformen bereits die Lebensumst&amp;auml;nde vieler B&amp;uuml;rger verbessert haben, bleiben gro&amp;szlig;e Herausforderungen bestehen - besonders im Bereich der Krankenhausfinanzierung. Weiche Budgetbeschr&amp;auml;nkungen, nach denen Krankenh&amp;auml;user umso h&amp;ouml;here Zuwendungen erhalten je h&amp;ouml;her ihre Defizite sind,&amp;nbsp; f&amp;uuml;hrten bisher zu &amp;uuml;berm&amp;auml;&amp;szlig;igen Rezeptverschreibungen statt Pr&amp;auml;ventionsbehandlung und dazu, dass versicherte Patienten h&amp;ouml;here Preise f&amp;uuml;r Medikamente zahlen als nicht-versicherte. In Zukunft sollen alle auf der entsprechenden Liste aufgef&amp;uuml;hrten Medikamente erstattet werden und Preisobergrenzen unterliegen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Da Krankenh&amp;auml;user allerdings 90% ihrer Mittel durch die Verschreibung von Medikamenten einnehmen, werden sie ab dann keine ausreichende Finanzierung mehr erhalten. Damit werden entweder hohe staatliche Zusch&amp;uuml;sse oder eine Erh&amp;ouml;hung der Behandlungskosten notwendig. Lokale Regierungen werden eventuell nur z&amp;ouml;gernd einem Sektor Mittel zukommen lassen, der nicht unmittelbar zum Wirtschaftswachstum beitr&amp;auml;gt&amp;nbsp; oder zu einem Besch&amp;auml;ftigungsanstieg f&amp;uuml;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Land ist unterversorgt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Obwohl die Reformen den Mangel an medizinischen Fachkr&amp;auml;ften angehen, gibt es bisher keine ausreichenden Anreize in l&amp;auml;ndlichen Gebieten zu arbeiten, da junge &amp;Auml;rzte von besserer Bezahlung, Lebensstil und Karriereaussichten in Stadtgebieten eher angezogen werden. Eine &amp;Auml;nderung der Regulierungen wird &amp;Auml;rzten in Zukunft erlauben, in mehr als einer Gesundheitseinrichtung t&amp;auml;tig zu sein, sodass sie l&amp;auml;ndliche wie auch st&amp;auml;dtische Bezirke abdecken k&amp;ouml;nnen. Zusammengenommen sind die j&amp;uuml;ngsten Reformen ein Schritt in die richtige Richtung und bieten gute Chancen, die Lebensumst&amp;auml;nde breiter Bev&amp;ouml;lkerungsteile in China in Zukunft weiter zu verbessern. Gleichzeitig tragen sie zum makro&amp;ouml;konomischen Ziel bei, die inl&amp;auml;ndische Nachfrage anzukurbeln.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Die Aktuellen Kommentare im Audio-Format finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.dbresearch.com/PROD/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000259437.MP3&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;...&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Mon, 05 Jul 2010 11:18:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Recht revolutionär</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=413</link>
            <description>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white; mso-outline-level: 2;&quot;&gt;&lt;strong&gt;BGH-Urteil zu Sterbehilfe l&amp;ouml;st in Deutschland Diskussionen aus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white; mso-outline-level: 2;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Aktuell hat der deutsche Bundesgerichtshof ein Grundsatzurteil zur Sterbehilfe gef&amp;auml;llt, das allen Beteiligten mehr Rechtssicherheit bringt. Die Diskussion ist entbrannt, so &quot;Der Spiegel&quot;:&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Wenn ein Mensch im Koma liegt oder unheilbar krank ist, ist das ohnehin schon eine immense Belastung f&amp;uuml;r den Betroffenen und seine Angeh&amp;ouml;rigen, f&amp;uuml;r &amp;Auml;rzte und Pflegekr&amp;auml;fte. Wenn es dann aber auch noch um die Frage geht, wann man diesen Menschen sterben lassen darf, wird die Situation oft unertr&amp;auml;glich.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Die Fragen, die sich in einer solchen Situation stellen, sind im wahrsten Sinne existentiell:&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; padding-left: 30px; background: white;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wann kann man die Ern&amp;auml;hrung eines Patienten einstellen?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; padding-left: 30px; background: white;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wann darf man ein Beatmungsger&amp;auml;t abschalten?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; padding-left: 30px; background: white;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wann macht sich ein Arzt oder ein Angeh&amp;ouml;riger strafbar?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Bisher war die Rechtsprechung zur Sterbehilfe nicht eindeutig. Deshalb war die Gefahr f&amp;uuml;r Angeh&amp;ouml;rige, &amp;Auml;rzte und Pflegekr&amp;auml;fte gro&amp;szlig;, als Totschl&amp;auml;ger abgestempelt zu werden - obwohl sie einfach nur helfen und den Willen eines Patienten umsetzen wollten.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Nun hat der Bundesgerichtshof ein lang ersehntes Grundsatzurteil zur Sterbehilfe gef&amp;auml;llt, das allen Beteiligten mehr Rechtssicherheit bringt.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Am Freitag entschieden die Richter in Karlsruhe: Wenn ein Patient in einer schriftlichen oder m&amp;uuml;ndlichen Verf&amp;uuml;gung eine lebensverl&amp;auml;ngernde Behandlung ablehnt, muss die Behandlung eingestellt werden. Egal ob bei dem Behandlungsabbruch etwas aktiv geschieht oder etwas unterlassen wird - &amp;Auml;rzte, Pfleger und Angeh&amp;ouml;rige machen sich damit nicht strafbar. Die Grenze zur T&amp;ouml;tung ist nicht &amp;uuml;berschritten.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Konkret ging es in dem Verfahren des BGHs um den Fall von Wolfgang Putz, seiner Mandantin Elke G. und deren Mutter Erika K&amp;uuml;llmer. F&amp;uuml;nf lange Jahre lag Erika K&amp;uuml;llmer im Wachkoma und wurde &amp;uuml;ber einen Schlauch und eine Magensonde k&amp;uuml;nstlich ern&amp;auml;hrt. Ihre Tochter Elke G. k&amp;auml;mpfte jahrelang daf&amp;uuml;r, dass ihre Mutter sterben durfte und die Ern&amp;auml;hrung eingestellt wurde - ganz so wie Erika K&amp;uuml;llmer es zu Lebzeiten gew&amp;uuml;nscht hatte. Dennoch - und obwohl der behandelnde Arzt im Jahr 2007 lebensverl&amp;auml;ngernde Ma&amp;szlig;nahmen f&amp;uuml;r medizinisch nicht mehr angezeigt hielt - lehnte das Pflegeheim die Einstellung der Ern&amp;auml;hrung ab.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Am Ende riet Putz seiner Mandantin Elke G., den Versorgungsschlauch ihrer Mutter durchzuschneiden. Das Landgericht Fulda verurteilte Putz im vergangenen Jahr wegen versuchten Totschlags zu einer Haftstrafe von neun Monaten auf Bew&amp;auml;hrung. Putz zog vor den BGH - und wurde nun freigesprochen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&quot;Krankheitsbedingtem Sterbenlassen seinen Lauf lassen&quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Die Bewertung des Landgerichts treffe nicht zu, wonach der Angeklagte sich durch seine Mitwirkung an der aktiven Verhinderung der Wiederaufnahme der Ern&amp;auml;hrung wegen versuchten Totschlags strafbar gemacht habe, so die Richter in Karlsruhe. Sie unterschieden deutlich zwischen &quot;der auf eine Lebensbeendigung gerichteten T&amp;ouml;tung&quot; und Verhaltensweisen, &quot;die dem krankheitsbedingten Sterbenlassen mit Einwilligung des Betroffenen seinen Lauf lassen&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Das Urteil ist aber weit mehr als der Freispruch eines Mannes - es ist ein Meilenstein der Kl&amp;auml;rung strittiger Fragen zur Sterbehilfe.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Bislang war es in der Rechtsprechung umstritten, ob &amp;Auml;rzte und Betreuer sich bei der Umsetzung des Patientenwillens durch &quot;aktives Tun&quot; strafbar machen, wenn sie etwa Magensonden zur k&amp;uuml;nstlichen Ern&amp;auml;hrung durchtrennen, weil das Strafgesetzbuch die T&amp;ouml;tung auf Verlangen verbietet. Passive Sterbehilfe war demnach nur zul&amp;auml;ssig, wenn eine lebensnotwendige Behandlung passiv &quot;unterlassen&quot; wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Doch wo liegt letztlich der Unterschied, ob ein Arzt eine Ern&amp;auml;hrung nicht fortsetzt, also etwas unterl&amp;auml;sst und damit passiv handelt, oder ob er den Schlauch, durch den die Nahrung flie&amp;szlig;t, abschneidet, also etwas Aktives unternimmt? Das Ergebnis ist dasselbe: Der Patient stirbt. Wie von ihm selbst gew&amp;uuml;nscht.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Nun stellte der BGH fest: Es ist irrelevant, wie die Behandlung abgebrochen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Wer eine Giftspritze setzt, macht sich auch weiterhin strafbar&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Der BGH pr&amp;auml;zisierte den aus seiner Sicht &quot;ungewissen und konturlosen Begriff&quot; der passiven Sterbehilfe durch den von Patienten gewollten &quot;Behandlungsabbruch&quot;. Dabei d&amp;uuml;rfe es nicht auf die &quot;Unterscheidung von aktivem und passivem Handeln ankommen&quot;, sagte die Vorsitzende Ruth Rissing-van-Saan. Es h&amp;auml;nge oft von Zuf&amp;auml;llen ab, ob eine lebensverl&amp;auml;ngernde Behandlung unterlassen oder sp&amp;auml;ter aktiv beendet werde. Der &amp;uuml;bergeordnete Begriff sei der Behandlungsabbruch - und der sei gerechtfertigt, wenn er dem Patientenwillen entspreche.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;Auml;rzte d&amp;uuml;rfen dem Urteil zufolge auch dann lebensverl&amp;auml;ngernde Ma&amp;szlig;nahmen abbrechen, wenn der unmittelbare Sterbevorgang noch nicht begonnen hat. Mitnichten haben die Richter aber die aktive Sterbehilfe freigegeben. Das hei&amp;szlig;t: Wer eine Giftspritze setzt, macht sich auch weiterhin strafbar.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Der BGH st&amp;uuml;tzte sich in seinem Urteil auf das neue Gesetz zu Patientenverf&amp;uuml;gungen, das seit 1. September 2009 wirksam ist. Demnach ist bei der Anordnung lebenserhaltender Ma&amp;szlig;nahmen verbindlich, was der Betroffene in einer Willenserkl&amp;auml;rung festgelegt hat. Nach dem Gesetz gilt verbindlich, dass man Vorgaben nicht nur f&amp;uuml;r t&amp;ouml;dlich verlaufende Krankheiten, sondern f&amp;uuml;r jede Art Behandlung machen kann. Gibt es keine schriftliche Patientenverf&amp;uuml;gung oder betreffen die Festlegungen nicht die aktuelle Situation, muss der Bevollm&amp;auml;chtigte unter Beachtung des mutma&amp;szlig;lichen Patientenwillens entscheiden, ob er in eine Untersuchung, eine Behandlung oder einen &amp;auml;rztlichen Eingriff einwilligt.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Im Fall von Erika K&amp;uuml;llmer machten die Richter deutlich, dass die im September 2002 m&amp;uuml;ndlich ge&amp;auml;u&amp;szlig;erte Einwilligung der Patientin, die ihre Betreuer gepr&amp;uuml;ft und best&amp;auml;tigt hatten, bindende Wirkung hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Was Beteiligte zu dem Urteil sagen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Wolfgang Putz war nach dem Urteil erleichtert. &quot;Von mir ist ein unglaublicher Druck gefallen. Schlie&amp;szlig;lich schwebte &amp;uuml;ber mir die ganze Zeit der Vorwurf, ich habe eine arme alte Dame get&amp;ouml;tet&quot;, so der Anwalt zu SPIEGEL ONLINE. &quot;Es war eine Riesenfreude, aus dem Richtermund zu h&amp;ouml;ren, dass das ein Behandlungsabbruch und keine T&amp;ouml;tung war.&quot; Neben dem pers&amp;ouml;nlichen Aspekt freue ihn, dass die Richter mit &quot;diesem gut begr&amp;uuml;ndeten Urteil&quot; so viel Rechtssicherheit geschaffen haben.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;Auml;hnlich &amp;auml;u&amp;szlig;erte sich in Karlsruhe der Leiter der Akutklinik des Klinikums N&amp;uuml;rnberg, Frank Erbguth. Das Urteil sei ein &quot;wichtiger Meilenstein f&amp;uuml;r die Medizin&quot;. Es schaffe Klarheit, unter welchen Umst&amp;auml;nden &amp;Auml;rzte eine nicht gewollte Therapie abbrechen d&amp;uuml;rfen. Nach Ansicht Erbguths wird mit dem Urteil die &quot;Forderung nach aktiver Sterbehilfe &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig&quot;, weil nun die passive Sterbehilfe sehr viel leichter m&amp;ouml;glich sei.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Auch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erkl&amp;auml;rte, das Urteil schaffe Rechtssicherheit. Der BGH habe dem Selbstbestimmungsrecht des Menschen zu Recht einen besonders hohen Stellenwert einger&amp;auml;umt. &quot;Es gibt keine Zwangsbehandlung gegen den Willen des Menschen&quot;, so die FDP-Politikerin.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;F&amp;uuml;r &quot;die Hauptf&amp;auml;lle&quot; sei jetzt im Strafrecht Rechtssicherheit gewonnen, sagt der ehemalige BGH-Richter Klaus Kutzer. Aber es gebe auch nach diesem Urteil noch Unsicherheiten: Was etwa, fragt Kutzer, sei in F&amp;auml;llen, &quot;in denen der Behandlungsabbruch lebenserhaltende Ma&amp;szlig;nahmen betrifft, mit deren Hilfe der Patient wieder gesund geworden w&amp;auml;re&quot;? Beispielsweise Bluttransfusionen, die h&amp;auml;ufig etwa von Zeugen Jehovas abgelehnt werden, oder die Gabe von Antibiotika bei einer Lungenentz&amp;uuml;ndung, was manche Menschen in ihrer Patientenverf&amp;uuml;gung ausschlie&amp;szlig;en.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Wenn es sich also nicht um die Konstellation einer &quot;irreversiblen&quot;, sondern einer heilbaren Erkrankung handelt, die nur deshalb zum Tode f&amp;uuml;hrt oder f&amp;uuml;hren k&amp;ouml;nnte, weil lebenserhaltende Ma&amp;szlig;nahmen nicht ergriffen oder eben abgebrochen werden. Man k&amp;ouml;nne ja in vielen F&amp;auml;llen nicht ausschlie&amp;szlig;en, dass der Patient doch wieder gesund w&amp;uuml;rde, so Kutzer: &quot;Was dann gelten soll, ist eine offene Frage.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;F&amp;uuml;r den Karlsruher Strafverteidiger Gunter Widmaier, der den Medizinrechtler Putz vor dem BGH vertrat, m&amp;uuml;sste &quot;nach dem Urteil konsequenterweise auch in solchen F&amp;auml;llen der Behandlungsabbruch straflos sein&quot;: Die Vorsitzende Richterin habe den Patientenwillen ins Zentrum ihrer Urteilsbegr&amp;uuml;ndung gestellt und darin gerade nicht mehr nach der konkreten Krankheitssituation unterschieden.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Medizinrechtler f&amp;uuml;rchtet keinen &quot;Dammbruch&quot; bei der Sterbehilfe&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Der Marburger Bund warnte, das Urteil d&amp;uuml;rfe nicht als Aufruf zu eigenm&amp;auml;chtigem Handeln Angeh&amp;ouml;riger missverstanden werden. &quot;Aus dem Zustand des Wachkomas darf nicht abgeleitet werden, dass solche Menschen per se nicht mehr leben wollen&quot;, erkl&amp;auml;rte der Vorsitzende des &amp;Auml;rzteverbands, Rudolf Henke. Der vor dem BGH verhandelte Fall zeige einmal mehr, &quot;dass Probleme am Ende des Lebens nicht mit dem Strafrecht gel&amp;ouml;st werden k&amp;ouml;nnen, sondern nur, indem man alle Beteiligten zusammenbringt und gemeinsam zu einer Entscheidung kommt&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung kritisierte, das Urteil sende ein fatales Signal aus, das dem Grundrecht Schwerstkranker auf Selbstbestimmung und F&amp;uuml;rsorge nicht gerecht werde. Ohne Patientenverf&amp;uuml;gung d&amp;uuml;rften lebenserhaltende Ma&amp;szlig;nahmen nur eingestellt werden, wenn der Betroffene fr&amp;uuml;her glasklar gesagt habe, was er wolle und was nicht. &quot;Wenn zur Ermittlung des Patientenwillens aber wie in diesem Fall ein beil&amp;auml;ufiges Vieraugengespr&amp;auml;ch ohne Zeugen ausreicht, ist dem Missbrauch T&amp;uuml;r und Tor ge&amp;ouml;ffnet&quot;, kritisierte der gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrende Vorstand Eugen Brysch. Er forderte Nachbesserungen am Patientenverf&amp;uuml;gungsgesetz.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Frank Saliger, Dozent f&amp;uuml;r Medizinrecht an der Bucerius Law School in Hamburg, lobt die Entscheidung. Er geht nicht von einem &quot;Dammbruch&quot; bei der Sterbehilfe in Deutschland aus. &quot;Der BGH hat die Voraussetzungen zul&amp;auml;ssiger passiver Sterbehilfe zwar erweitert. Die Strafbarkeit der direkten aktiven Sterbehilfe ist von ihm aber nicht in Frage gestellt worden&quot;, sagte Saliger in einem Gespr&amp;auml;ch mit Legal Tribune Online.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Besonders erleichtert nach dem BGH-Urteil war Elke G. &quot;Auch f&amp;uuml;r mich ist das ein Freispruch. Schlie&amp;szlig;lich stand ich mit unter dem Verdacht des Totschlags&quot;, sagte sie SPIEGEL ONLINE. G. war ebenfalls in Fulda wegen versuchten Totschlags angeklagt gewesen, aber freigesprochen worden, weil sie unwissend gewesen sei und ihrem Anwalt vertraut habe.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; background: white;&quot;&gt;Vor allem beruhige sie eines, sagte G. am Freitag: &quot;Meine Mutter hat nicht umsonst gelitten. So hat die ganze schwere Zeit, die meine Familie durchgemacht hat, einen Sinn gehabt.&quot;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Mon, 28 Jun 2010 13:33:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Mangelware kinderspezifische Medikamente</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=412</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Erstes Handbuch der WHO zur besseren Anwendung von Kinder-Medikamenten erschienen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals ein Handbuch zur Anwendung von mehr als 240 &amp;bdquo;unentbehrlichen Arzneimitteln&amp;ldquo; f&amp;uuml;r Kinder bis 12 Jahren mit standardisierten Informationen f&amp;uuml;r Mediziner ver&amp;ouml;ffentlicht. Hintergrund der Publikation sind nach wie vor falsche oder unzureichende Verabreichungen von Medikamenten an Kinder.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&amp;bdquo;Ohne eine globale Richtlinie w&amp;uuml;rden viele im Gesundheitsbereich T&amp;auml;tigen Medikamente auf Basis von beschr&amp;auml;nkten Anhaltspunkten verschreiben&amp;ldquo;, so Hans Hogerzeil, Direktor f&amp;uuml;r medizinische Politik und Standards der WHO.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kinderspezifische Medikamente sind weltweit Mangelware. Die Statistik ist ern&amp;uuml;chternd: T&amp;auml;glich sterben etwa neun Millionen Kinder unter f&amp;uuml;nf Jahren, davon rund drei Millionen wegen Durchfall und an Lungenentz&amp;uuml;ndung. Die richtige Dosierung von geeigneten Kinder-Medikamenten k&amp;ouml;nnte jedoch Millionen von Leben retten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Das Fehlen an Medikamenten f&amp;uuml;r Kinder ist ein globales Problem, das die Entwicklungsl&amp;auml;nder besonders akut betrifft. Viele Medikamente werden weltweit&amp;nbsp;als &amp;bdquo;off-lable&amp;ldquo; verwendet, das hei&amp;szlig;t, dass die Nebenwirkungen auf Kinder weder erforscht wurden noch sind&amp;nbsp;sie f&amp;uuml;r den Gebrauch f&amp;uuml;r Kinder zugelassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Es gibt wenige Medikamente, die nach spezieller&amp;nbsp;Rezeptur f&amp;uuml;r Kinder entwickelt werden. Auch bereits existierende Arzneien stehen vor allem jenen Kindern, die diese am dringendsten ben&amp;ouml;tigen, nicht zur Verf&amp;uuml;gung. Bei Durchfall gibt es eine verl&amp;auml;ssliche Behandlung in Form von oralen Rehydrationssalzen und Zink, aber Studien zeigen, dass diese Arzneien weitestgehend in L&amp;auml;ndern, in denen diese Krankheiten am h&amp;auml;ufigsten vorkommen, in Apotheken und Kliniken nicht vorhanden sind.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Wenn es keinen Zugang zu kindgerechter Medizin gibt, wenden Kinderpfleger und Eltern oft reduzierte Erwachsenendosierungen an oder bereiten die Medizin f&amp;uuml;r Kinder durch das Brechen der Tabletten oder Aufl&amp;ouml;sen von Kapseln in Wasser auf. Diese Art der Verabreichung kann dem Kind die Einnahme erschweren und schlie&amp;szlig;lich auch zu einer ungenauen oder falschen Unter- oder &amp;Uuml;berdosierung f&amp;uuml;hren, was wiederum&amp;nbsp;m&amp;ouml;gliche Nebenwirkungen oder eine nicht erfolgreiche Behandlung nach sich zieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Kinder mit chronischen Krankheiten, wie HIV/AIDS, m&amp;uuml;ssen teilweise mehrere Medikamente t&amp;auml;glich nehmen. F&amp;uuml;r sie sind Produkte mit fixen Dosierungskombinationen &amp;ndash; also mehrere&amp;nbsp;Wirkstoffe in einer Pille vereint &amp;ndash; die beste L&amp;ouml;sung. Nur wenige solcher Kombinations-Pillen f&amp;uuml;r Kinder existieren jedoch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Es muss daher noch einiges sowohl auf dem Gebiet der Forschung, als auch bei den leichteren Zug&amp;auml;ngen zu kinderspezifischer Medizin getan werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mehr zu diesem Thema und den Forderungen der WHO lesen Sie in englischer Sprache hier:&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2010/medicines_children_20100618/en/index.html&quot;&gt;http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2010/medicines_children_20100618/en/index.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiterf&amp;uuml;hrende Links:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Fact sheet medicines for children: &lt;a href=&quot;http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs341/en/index.html&quot;&gt;http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs341/en/index.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Handbuch &amp;ldquo;WHO Model Formulary for Children&amp;rdquo; zum Download :&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;http://www.who.int/selection_medicines/list/WMFc_2010.pdf&quot;&gt;http://www.who.int/selection_medicines/list/WMFc_2010.pdf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Ausf&amp;uuml;hrlicher, kostenfreier Report zur weltweiten Kinder- und M&amp;uuml;ttersterblichkeit :&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.countdown2015mnch.org/reports-publications/2010-report/2010-report-downloads&quot;&gt;http://www.countdown2015mnch.org/reports-publications/2010-report/2010-report-downloads&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Wed, 23 Jun 2010 09:30:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Roboter ersetzen Angestellte im Krankenhaus</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=411</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;M&amp;uuml;llentsorgung und Reinigung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Roboter werden sich gro&amp;szlig;teils unterirdisch bewegen und gesonderte Service-Lifte nutzen, wenn sie in den Patientenbereich wechseln, um dort Mahlzeiten auszuliefern oder Spitalsabf&amp;auml;lle und infekti&amp;ouml;se Materialien zu entsorgen. Krankenhausangestellte sollen auf diese Weise seltener Gefahr laufen, sich mit benutzten Spritzen oder anderen kontaminierten Utensilien zu verletzen. Gleichzeitig hofft man damit Infektionen von Patienten einschr&amp;auml;nken zu k&amp;ouml;nnen, die durch Mitarbeiter entstehen, die vor dem Patientenkontakt mit medizinischen Abf&amp;auml;llen zu tun hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Unter Kontrolle&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Roboter verfolgen bei ihrer Arbeit vorprogrammierte Routinen. &amp;Uuml;ber PDAs k&amp;ouml;nnen Servicemitarbeiter neue Anweisungen geben und Aufgabenbereiche festlegen.&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Sun, 20 Jun 2010 19:01:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Erste überschuldete Krankenkasse in Deutschland steht vor Schließung</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=410</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Deutsches Gesundheitssystem auf dem Pr&amp;uuml;fstand.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Einf&amp;uuml;hrung des Gesundheitsfonds steht die erste gesetzliche Krankenkasse vor der Zerschlagung. Nach Informationen des Hamburger Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL hat sich das Bundesversicherungsamt und das Bundesgesundheitsministerium bereits darauf verst&amp;auml;ndigt, die City BKK zum 1. September 2010 zu schlie&amp;szlig;en. Die Kasse hat 2009 und 2010 rund 50 Millionen Euro Schulden angeh&amp;auml;uft, schreibt der Spiegel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrer des BKK Bundesverbands, Heinz Kaltenbach, der Pr&amp;auml;sident des Bundesversicherungsamts (BVA), Maximilian Gassner, der Abteilungsleiter des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), Ulrich Orlowski, und der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz trafen sich am 1. Juni, um &amp;uuml;ber das Schicksal der City BKK zu beraten. Anschlie&amp;szlig;end verfasste Kaltenbach eine E-Mail, in der er &amp;uuml;ber das Ergebnis des Treffens berichtete. Darin hei&amp;szlig;t es: &quot;Dr. Gassner (BVA) dr&amp;auml;ngt in Abstimmung mit Herrn Orlowski (BMG) auf eine Schlie&amp;szlig;ung der City BKK zum 1.9.2010. Die Schadensminimierungspflicht l&amp;auml;sst keine gro&amp;szlig;en Spielr&amp;auml;ume zu. Das Amt wird diese Kassenschlie&amp;szlig;ung kompromisslos durchziehen.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;BVA und BMG best&amp;auml;tigten lediglich, dass es am 1.Juni ein &quot;internes Gespr&amp;auml;ch &amp;uuml;ber die Finanzsituation der City BKK&quot; gegeben habe. Der Vorstandschef der City BKK, Herbert Schulz, wurde nach Informationen des SPIEGEL bereits gefragt, zu welchem Preis er bereit w&amp;auml;re, zur&amp;uuml;ckzutreten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Vorstandsvorsitzende des BKK-Landesverbands Baden-W&amp;uuml;rttemberg, Konrad Ehing, rechnet bei einer Schlie&amp;szlig;ung der City BKK mit Kosten von 150 Millionen Euro, die dann innerhalb des BKK-Systems umgelegt werden m&amp;uuml;ssen. F&amp;uuml;r gro&amp;szlig;e BKKs wie die BKK Gesundheit oder die Deutsche BKK k&amp;auml;men jeweils Kosten von mehr als 15 Millionen Euro zu, die aus den laufenden Einnahmen bestritten werden m&amp;uuml;ssen. Ehing f&amp;uuml;rchtet deshalb, dass von der Schlie&amp;szlig;ung der City BKK ein Dominoeffekt f&amp;uuml;r andere Krankenkassen ausgehen k&amp;ouml;nne. Am Donnerstag der kommenden Woche treffen Vertreter des BKK-Systems erneut, um &amp;uuml;ber einen letzten Rettungsversuch f&amp;uuml;r die City BKK zu verhandeln. Dazu m&amp;uuml;ssten die BKKs mindestens 50 Millionen Euro freiwillig zur Verf&amp;uuml;gung stellen, wie Ehing einr&amp;auml;umt.&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Mon, 14 Jun 2010 15:45:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Todesursache Nr. 1: Herz-Kreislauf-Erkrankungen</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=409</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;43 Prozent aller Todesf&amp;auml;lle - 33.223 Tote im Jahr 2009.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;43 Prozent aller Todesf&amp;auml;lle in &amp;Ouml;sterreich sind auf Herz-Kreislauf-Versagen zur&amp;uuml;ck zu f&amp;uuml;hren, 25 Prozent auf Krebserkrankungen. Frauen sind st&amp;auml;rker betroffen als M&amp;auml;nner. &amp;bdquo;Vorsorgen und rechtzeitige Umstellung von Ern&amp;auml;hrung, Rauchverzicht und mehr Bewegung k&amp;ouml;nnten die Zahl deutlich senken&quot; kommentiert die &amp;ouml;sterreichische &amp;Auml;rztekammer und verweist auf die zahlreichen Ma&amp;szlig;nahmen und Services die es gibt. &amp;bdquo;Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden untersch&amp;auml;tzt.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2009 sind laut Statistik Austria 77.381 Menschen in &amp;Ouml;sterreich verstorben. Um 1,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Unterstandardisiert betr&amp;auml;gt der R&amp;uuml;ckgang sogar 16 Prozent (wenn man die steigende Lebenserwartung und den h&amp;ouml;heren Anteil an &amp;auml;lteren Menschen ber&amp;uuml;cksichtig).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Das Positive: Die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist in den vergangenen zehn Jahren um 33 Prozent gesunken. Bei den Frauen betr&amp;auml;gt der Anteil von Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache 59 Prozent: auch deswegen, weil Frauen in der Regel l&amp;auml;nger leben und im Alter Herz-Kreislauf-Erkrankungen naturbedingt stark zunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Aktiv vorbeugen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&amp;bdquo;Die gesamte Gesellschaft ist aufgerufen, aktiv gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzusorgen&quot; wiederholt Dr. Walter Dorner, Pr&amp;auml;sident der &amp;Ouml;sterreichischen &amp;Auml;rztekammer und verweist auf dementsprechende Studien: &amp;bdquo;Vor allem Zivilisationssymptome sind lebensgef&amp;auml;hrlich: falsche und fette Ern&amp;auml;hrung, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkoholgenuss, Stress und Belastungen durch die Kommunikationsgesellschaft. Man muss wieder zu vern&amp;uuml;nftigem Lebenswandel zur&amp;uuml;ckkehren, insbesondere bei jungen Menschen, die latent st&amp;auml;rker betroffen werden.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Grafik 1:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;loadfile.php?f=1759&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die &amp;bdquo;Sterbestatistik&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die &amp;uuml;brigen Sterbef&amp;auml;lle verteilten sich auf Krankheiten der Atmungsorgane (f&amp;uuml;nf Prozent), Krankheiten der Verdauungsorgane (vier Prozent), sonstige Krankheiten (17 Prozent) sowie &amp;auml;u&amp;szlig;ere Todesursachen (vorwiegend Verletzungen und Vergiftungen; sechs Prozent).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Vor allem &amp;Auml;ltere von Herz-Kreislauferkrankungen betroffen&lt;br /&gt;Zwischen dem Sterbealter und den zugrunde liegenden Todesursachen zeigt sich ein klarer Zusammenhang (Grafik 2). Im Jahr 2009 waren knapp drei Viertel aller Verstorbenen 70 Jahre oder &amp;auml;lter. Die h&amp;auml;ufigsten Todesursachen im h&amp;ouml;heren Alter sind Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs. Mit gro&amp;szlig;em Abstand folgen Krankheiten der Atmungsorgane und Ern&amp;auml;hrungs- bzw. Stoffwechselkrankheiten. Krankheiten des Nervensystems, der Verdauungsorgane und Unf&amp;auml;lle spielen eine geringere Rolle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Rund 23 Prozent aller Todesf&amp;auml;lle traten zwischen dem 40. und dem 70. Lebensjahr auf, wobei der Gro&amp;szlig;teil dieser Todesf&amp;auml;lle auf Krebserkrankungen zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren war. Auch die Herz-Kreislauf-Krankheiten sind im mittleren Erwachsenenalter bereits als Todesursache von Bedeutung. Jeder vierte bis f&amp;uuml;nfte Todesfall war 2009 dieser Krankheitsgruppe zuzurechnen. Krankheiten der Verdauungsorgane sind in diesem Alter eine weitere h&amp;auml;ufige Ursache f&amp;uuml;r den Tod.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Bei Jugendlichen und bei jungen Erwachsenen unter 40 Jahren (zusammen rund zwei Prozent aller Sterbef&amp;auml;lle) waren Unf&amp;auml;lle die h&amp;auml;ufigste Todesursache, anteilsm&amp;auml;&amp;szlig;ig ebenfalls relativ h&amp;auml;ufig waren Suizide.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Bei den wenigen Todesf&amp;auml;llen, die Kinder im Alter von ein bis unter zehn Jahren betreffen (105 Todesf&amp;auml;lle im Jahr 2009), waren gleichfalls Unf&amp;auml;lle die h&amp;auml;ufigste Todesursache, gefolgt von angeborenen Fehlbildungen und Krebs.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Bei den S&amp;auml;uglingen (289 Todesf&amp;auml;lle im Jahr 2009) waren in acht von zehn F&amp;auml;llen Geburtskomplikationen und angeborene Fehlbildungen die Ursachen f&amp;uuml;r den fr&amp;uuml;hen Tod.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Grafik2:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;loadfile.php?f=1757&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;539&quot; height=&quot;700&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;loadfile.php?f=1763&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;541&quot; height=&quot;249&quot; /&gt;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:39:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Belohnung für gesunden Lebensstil</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=408</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Belohnung f&amp;uuml;r gesunden Lebensstil&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Einigung zwischen SVA und &amp;Auml;rztekammer ist mehr als ein Kompromiss.Sie ist ein Strukturwandel in Richtung Vorsorge und Selbstverantwortung des Versicherten. Und in Richtung Leistungsgerechtigkeit. &amp;Ouml;1 res&amp;uuml;miert im Morgenjournal Ziele und Reaktionen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://oe1.orf.at/artikel/246343&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;AUDIO:2.39&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Versicherte , die sich an einem Programm zur Gesundheitsvorsorge beteiligen, sollen k&amp;uuml;nftig weniger Selbstbehalt zahlen m&amp;uuml;ssen. Das ist Teil eines Vertrags, auf den sich die Sozialversicherung der Selbst&amp;auml;ndigen und Gewerbetreibenden sowie &amp;Auml;rztekammer geeinigt und damit den vertragslosen Zustand beendet haben. Gesundheits&amp;ouml;konomen beurteilen das Modell h&amp;ouml;chst unterschiedlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kleinerer Selbstbehalt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Details sind noch offen, aber die Grundidee des Modells, das ab 2011 getestet werden soll, ist die: Wer sich mit dem Arzt auf bestimmte Ziele einigt, wie zum Beispiel abzunehmen oder die Cholesterin-Werte zu senken, und diese Ziele auch erreicht, der soll k&amp;uuml;nftig beim Arztbesuch statt 20 Prozent Selbstbehalt nur mehr den halben, also 10 Prozent zahlen m&amp;uuml;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wirkung nicht bewiesen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Was auf den ersten Blick wie ein bestechend gutes Anreizmodell zur Gesundheitsvorsorge aussieht, ist es nicht, sagt der Gesundheits&amp;ouml;konom Franz Piribauer, der auch auf Vorsorge spezialisiert ist. Das Modell werde nicht funktionieren. Denn in &amp;Ouml;sterreich seien die Selbstbehalte relativ niedrig und daher als Steuerungsinstrument nicht geeignet, so Piribauer. Als Beleg f&amp;uuml;hrt er an, dass jene Kassen, die Selbstbehalte verlangen, ein vern&amp;uuml;nftigeres Verhalten ihrer Versicherten verzeichnen m&amp;uuml;ssten als die anderen, was aber nicht bewiesen worden sei. Patienten, die Selbstbehalt zahlen m&amp;uuml;ssen, leben also nicht ges&amp;uuml;nder, um weniger oft zum Arzt zu gehen und damit weniger zahlen zu m&amp;uuml;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&quot;Psychologische Beruhigungspille&quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Au&amp;szlig;erdem w&amp;auml;re das Modell unfair, so Piribauer. Denn belohnt w&amp;uuml;rden jene, die vorher ungesund gelebt haben. Wer gesund ist und immer schon gesund gelebt hat, bekommt nichts. Dass das Modell eine bessere Gesundheitsvorsorge bringt, zweifelt Gesundheits&amp;ouml;konom Franz Piribauer also an. Er vermutet eher eine psychologische Beruhigungspille.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kombination ist &quot;Spitze&quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Anders sieht das Gesundheits&amp;ouml;konom Ernest Pichlbauer, der allerdings betont, die Details des Modells noch nicht zu kennen. Anreize f&amp;uuml;r die Patienten zu schaffen, damit sie ges&amp;uuml;nder leben, h&amp;auml;lt Pichlbauer aber prinzipiell f&amp;uuml;r eine gute Idee: &quot;Die Vorsorgeuntersuchungen mit definierten Zielen und Anreizsystemen auszustatten ist Spitze.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weniger Kosten und Leid&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Denn langfristig k&amp;ouml;nnten so Kosten im Gesundheitsbereich gesenkt werden, sagt Pichlbauer. Gibt es Anreize und genaue Ziele f&amp;uuml;r die Patienten, k&amp;ouml;nne man davon ausgehen, dass sich die Lebenssituation f&amp;uuml;r viele verbessere: &quot;Das f&amp;uuml;hrt in den n&amp;auml;chsten 15 bis 20 Jahren zu einem h&amp;ouml;heren Gesundheitslevel und damit auch zu einer Reduktion der Krankheitskosten und auch des Krankheitsleids.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Malus einf&amp;uuml;hren&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Das Anreizmodell lie&amp;szlig;e sich auch auf Versicherte der Gebietskrankenkassen umlegen, die ja keinen Selbstbehalt zahlen. Dann m&amp;uuml;sste es eben nicht ein Bonus-, sondern ein Malus-System sein, so Ernest Pichlbauer. F&amp;uuml;r den, der die Gesundheitsziele nicht erreicht, m&amp;uuml;sste dann ein Selbstbehalt eingef&amp;uuml;hrt werden, so Pichlbauers Vorschlag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Fri, 11 Jun 2010 09:33:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Ärztekammer: Einigung mit SVA – bessere medizinische Versorgung</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=407</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neuer Gesamtvertrag gilt ab 1. Juni - Wawrowsky: &amp;bdquo;Vor allem Patienten als Gewinner&quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einem siebenst&amp;uuml;ndigen Verhandlungsmarathon hat sich die Bundeskurie Niedergelassene &amp;Auml;rzte mit der SVA auf einen neuen Gesamtvertrag geeinigt. Dieser gilt r&amp;uuml;ckwirkend ab 1. Juni. &amp;bdquo;Am Ende hat die Vernunft im Sinne unserer Patientinnen und Patienten gesiegt&quot;, zeigte sich der Pr&amp;auml;sident der &amp;Ouml;sterreichischen &amp;Auml;rztekammer (&amp;Ouml;&amp;Auml;K), Walter Dorner, zufrieden. Neben einer neuen Honorarordnung soll auch das bestehende System verbessert werden. Pr&amp;auml;vention und die Begleitung chronisch Kranker stehen dabei im Zentrum. &amp;bdquo;Die SVA hat nach z&amp;auml;hem Ringen ihre Verantwortung als Sozialversicherung gegen&amp;uuml;ber ihren Versicherten wahr genommen. Ab sofort k&amp;ouml;nnen die Patienten beim Arzt wieder wie gewohnt mit der e-card abrechnen&quot;, so Dorner.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;bdquo;Es gibt nach diesen Verhandlungen vor allem einen Gewinner. Und das sind die Patienten&quot;, erkl&amp;auml;rte der Obmann der Bundeskurie Niedergelassene &amp;Auml;rzte, G&amp;uuml;nther Wawrowsky, nach dem Gespr&amp;auml;ch. Voraussetzung f&amp;uuml;r den positiven Ausgang sei ein Entgegenkommen der Gewerbeversicherung gewesen, die durch WKO-Pr&amp;auml;sident und SVA-Obmann Christoph Leitl sowie dessen Stellvertreter Martin Gleitsmann vertreten war. Letztendlich habe man sich auf eine St&amp;auml;rkung des niedergelassenen Bereichs mit dem Aufbau eines Vertrauensarztmodells, das eine bessere Versorgung sowie Begleitung chronisch Kranker gew&amp;auml;hrleisten soll, geeinigt. Auch die therapeutische Aussprache, die Psychotherapie sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie werden nun besondere Beachtung finden - ein besonderes Anliegen von &amp;Ouml;&amp;Auml;K-Pr&amp;auml;sident Dorner.
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;bdquo;Gerade Selbst&amp;auml;ndige k&amp;ouml;nnen es sich nicht leisten, krank zu sein&quot;, erg&amp;auml;nzte Wawrowsky. Dem wolle man daher mit Pr&amp;auml;ventionsprojekten Rechnung tragen. &amp;bdquo;Die Patientinnen und Patienten werden pers&amp;ouml;nlich regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig zu Vorsorgeuntersuchungen eingeladen. Es wird Anreize geben, gesund zu leben.&quot; Auch auf eine neue Honorarordnung h&amp;auml;tte man sich letztendlich verst&amp;auml;ndigen k&amp;ouml;nnen. Das neue Projekt soll 2011 in die Pilotphase gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wawrowsky ist optimistisch: &amp;bdquo;Ich erwarte mir k&amp;uuml;nftig nicht nur eine Verbesserung der medizinischen Versorgung, sondern auch eine bessere und vor allem andere Zusammenarbeit mit der SVA, damit eine Situation wie in den vergangenen Monaten k&amp;uuml;nftig vermieden werden kann.&quot; Ihm liege viel an der Sozialpartnerschaft und die Partner h&amp;auml;tten nunmehr bewiesen, dass ihre Zusammenarbeit zukunftstr&amp;auml;chtig sei. Bei dem neuen Projekt handle es sich um einen innovativen Weg, der Vorbild f&amp;uuml;r das gesamte Gesundheitssystem sein k&amp;ouml;nnte, so Dorner und Wawrowsky abschlie&amp;szlig;end.&lt;/p&gt;
&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Thu, 10 Jun 2010 15:08:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Ärztekammer und SVA – Vertragsfreier Zustand beendet.</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=406</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neuer Vertrag gilt r&amp;uuml;ckwirkend mit 1. Juni.&lt;br /&gt;Tariferh&amp;ouml;hung um durchschnittlich 0,65 Prozent.&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der vertragsfreie Zustand f&amp;uuml;r die Gewerbetreibenden ist ab sofort zu Ende: &amp;Auml;rztekammer und die Sozialversicherung der Gewerbetreibenden (SVA) haben sich in der Nacht auf Donnerstag auf einen neuen Honorarvertrag geeinigt, der r&amp;uuml;ckwirkend mit 1. Juni wirksam sein soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Dr. Walter Dorner, Pr&amp;auml;sident der &amp;Ouml;&amp;Auml;K: &amp;bdquo;Es ist mehr als nur ein Kompromi&amp;szlig;. Es ist der erste Schritt zu einem neuen System und Gesamtvertrag. Die Versicherten werden profitieren&quot;. Die APA berichtet:&lt;/p&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gestaffelte Erh&amp;ouml;hung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Geeinigt haben sich SVA und &amp;Auml;rztekammer auf eine durchschnittliche Erh&amp;ouml;hung von 0,65 Prozent der Tarife. Die Anpassung erfolgt, wie bereits in der im Herbst gescheiterten Vereinbarung geplant, gestaffelt: Die Haus&amp;auml;rzte erhalten rund 4 Prozent mehr, Labortarife werden heuer um 22 Prozent, ab 2011 um weitere 5 Prozent reduziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die rund 676.000 Versicherten der Krankenkasse, die f&amp;uuml;r alle Selbstst&amp;auml;ndigen in &amp;Ouml;sterreich zust&amp;auml;ndig ist, bedeutet die Einigung, dass sie ab sofort wieder mit ihrer E-Card zum Arzt gehen k&amp;ouml;nnen. Zumindest gibt es eine entsprechende Empfehlung der &amp;Auml;rztekammer an ihre Mitglieder, den Patienten die Abrechnung mittels E-Card zu erm&amp;ouml;glichen, wie Wirtschaftskammerpr&amp;auml;sident Christoph Leitl und sein Gegen&amp;uuml;ber &amp;Auml;rztekammerpr&amp;auml;sident Walter Dorner bei einer Pressekonferenz am Donnerstag sagten. Offiziell in Kraft treten soll die Vereinbarung am Montag, da zuvor noch die zust&amp;auml;ndigen Gremien zustimmen m&amp;uuml;ssten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nach Gesundheit gestaffelter Selbstbehalt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dar&amp;uuml;ber hinaus haben &amp;Auml;rzte- und Wirtschaftskammer vereinbart, dass es ab 2012 einen neuen Gesamtvertrag geben soll, der SVA-Versicherten unter anderem flexiblere Arzt-Termine sowie ein Vertrauensarztsystem bringen soll. Au&amp;szlig;erdem ist ein Gesundheitsvorsorgesystem geplant: Erreichen die SVA-Versicherten bestimmte, mit dem Hausarzt gemeinsam festgelegte Gesundheitsparameter (zum Beispiel reduziertes Gewicht oder Cholesterinwerte), dann wird der bei jedem Arztbesuch zu bezahlende Selbstbehalt, derzeit 20 Prozent, halbiert. Ein gro&amp;szlig;fl&amp;auml;chiger Pilotversuch daf&amp;uuml;r soll bereits 2011 erfolgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;St&amp;ouml;ger: &quot;Riesenerfolg f&amp;uuml;r die Versicherten&quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gesundheitsminister Alois St&amp;ouml;ger (SP&amp;Ouml;) hat die Einigung auf einen neuen Honorarvertrag in einer ersten Reaktion als einen &quot;Riesenerfolg f&amp;uuml;r die Versicherten&quot; bezeichnet. Die Solidarit&amp;auml;t sei damit gewachsen, waren sich er und der Generaldirektor des Hauptverbands der Sozialversicherungstr&amp;auml;ger, Josef Kandlhofer, vor Journalisten am Donnerstag in Linz einig. Es gehe um mehr Gleichheit im Gesundheitswesen, &amp;Ouml;sterreich sei &quot;Weltmarktf&amp;uuml;hrer&quot;, betonte St&amp;ouml;ger.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit die Versicherten &quot;in Zukunft vor derart untragbaren Situationen gesch&amp;uuml;tzt sind&quot;, will der Minister, wie er selbst sagt, das Instrument einer verbindlichen Schlichtung gesetzlich verankern. Der Zeitdruck daf&amp;uuml;r sei zwar jetzt nicht mehr so gro&amp;szlig;, erkl&amp;auml;rte St&amp;ouml;ger. &quot;Dennoch soll das Vorhaben in einem gebotenen Zeitraum umgesetzt werden.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Thu, 10 Jun 2010 09:49:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Hohe Wertschöpfung und hohes Beschäftigungspotential</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=405</link>
            <description>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;Ouml;sterreichs Gesundheitswesen leistet beachtliche Beitr&amp;auml;ge zu volkswirtschaftlicher Wertsch&amp;ouml;pfung und Wirtschaftswachstum. Das ist das Ergebnis zweier Studien des Instituts f&amp;uuml;r H&amp;ouml;here Studien (IHS), die von der &amp;Ouml;sterreichischen &amp;Auml;rztekammer (&amp;Ouml;&amp;Auml;K) beauftragt wurden. Anl&amp;auml;sslich der Pr&amp;auml;sentation dieser Expertisen bem&amp;auml;ngelte &amp;Ouml;&amp;Auml;KPr&amp;auml;sident Walter Dorner Mittwoch bei einem Pressegespr&amp;auml;ch &amp;bdquo;eine &amp;ouml;ffentliche Diskussion, die das Gesundheitswesen seit einigen Jahren prim&amp;auml;r als aufgebl&amp;auml;hten und vorgeblich kostenintensiven Apparat&amp;ldquo; wahrnehme. Die IHS-Studien sollten nun dazu beitragen, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Gesundheitswesens wissenschaftlich zu durchleuchten und damit auch zu objektivieren, sagte der &amp;Auml;rztepr&amp;auml;sident.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Zur Veranschaulichung wies der &amp;Auml;rztepr&amp;auml;sident darauf hin, dass das &amp;ouml;sterreichische Gesundheitswesen im Jahr 2006 einen Wertsch&amp;ouml;pfungseffekt von 22,5 Mrd. ausgel&amp;ouml;st und 445.000 Vollzeitarbeitspl&amp;auml;tze gesichert h&amp;auml;tte. Auch Einsparungen h&amp;auml;tten negative Folgen: &amp;bdquo;Selbst scheinbar minimale K&amp;uuml;rzungen der Gesundheitsausgaben k&amp;ouml;nnen unter Umst&amp;auml;nden zu einer Verlangsamung des Wachstums f&amp;uuml;hren.&amp;ldquo; Die Lebenserwartung w&amp;uuml;rde sinken, die Menschen w&amp;auml;ren &amp;ouml;fter krank und damit weniger produktiv. Die Konsequenz liege dann in einer Schw&amp;auml;chung der Wirtschaftsleistung des Landes.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Die positiven Impulse, die vom Gesundheitswesen ausgingen, seien jedenfalls von so gro&amp;szlig;er Bedeutung, dass sie bei einer halbwegs seri&amp;ouml;sen und objektiven Betrachtung keinesfalls au&amp;szlig;er Acht gelassen werden d&amp;uuml;rften. Dorner: &amp;bdquo;Sie relativieren einseitige Aussagen &amp;uuml;ber Spar- und Effizienzpotenziale.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Fast k&amp;ouml;nnte man den Eindruck gewinnen, im Gesundheitssystem w&amp;uuml;rden vors&amp;auml;tzlich oder grob fahrl&amp;auml;ssig gewaltige Summen verspekuliert, wie das bei den Banken geschehen sei, sagte Dorner. Doch w&amp;auml;hrend die Finanzinstitute zur Sanierung selbstverschuldeter Pleiten Milliardensummen bekommen h&amp;auml;tten, erhielten die Krankenkassen f&amp;uuml;r die Sanierung staatsverschuldeter Engp&amp;auml;sse einen verschwindenden Bruchteil &amp;ndash; und das nur unter drakonischen Auflagen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Der Kammerchef: &amp;bdquo;Vergessen wir nicht: Den Kosten im Gesundheitssystem stehen auch Nutzen gegen&amp;uuml;ber &amp;ndash; auf individueller, auf sozialer, auf betriebs- und volkswirtschaftlicher Ebene.&amp;ldquo; Deshalb wolle die &amp;Auml;rztekammer in der Diskussion &amp;uuml;ber das &amp;ouml;sterreichische Gesundheitswesen einen wirtschaftlich objektiven Zugang erreichen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Er appellierte an alle Beteiligten, die Ergebnisse der IHS-Studien in eine seri&amp;ouml;se und objektive Debatte einzubeziehen und so ein Gegengewicht zur &amp;bdquo;Kultur des Totsparens&amp;ldquo; zu bilden. &amp;bdquo;Nur ein gerechtes, ausgewogenes und gut finanziertes Gesundheitssystem kann die heimische Wirtschaftskraft auch in Zukunft erhalten&amp;ldquo;, betonte der &amp;Ouml;&amp;Auml;K-Pr&amp;auml;sident abschlie&amp;szlig;end.&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Wed, 09 Jun 2010 14:54:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Wertschöpfungs- und Wachstumseffekte von Gesundheit</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=404</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zwei IHS-Studien orten hohes Wachstumpotential&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;In der &amp;ouml;ffentlichen Wahrnehmung spielt das Gesundheitswesen in &amp;Ouml;sterreich vor allem als Kostenfaktor und &amp;bdquo;Problemkind&quot; eine Rolle. Tats&amp;auml;chlich sind Anreize zu Effizienz in der Leistungserbringung und eine modernisierte Steuerung wichtige Bereiche einer zuk&amp;uuml;nftigen Reform. Gleichzeitig ist das Gesundheitswesen aber auch integrativer Bestandteil der &amp;ouml;sterreichischen Wirtschaft und wichtig f&amp;uuml;r den Erhalt der Produktivit&amp;auml;tskraft der Erwerbst&amp;auml;tigen. Zwei von der &amp;Ouml;sterreichischen &amp;Auml;rztekammer beauftragte Studien des Instituts f&amp;uuml;r H&amp;ouml;here Studien - IHS haben diese Aspekte nun eingehend untersucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Das Gesundheitswesen kann in mehrfacher Hinsicht &amp;ouml;konomisch relevante Effekte erzeugen. Zum ersten deckt es den Bedarf der Bev&amp;ouml;lkerung nach Hilfe und Behandlung im Krankheitsfall. Zum zweiten ist das Gesundheitswesen Wirtschaftssektor der &amp;ouml;sterreichischen Wirtschaft und Teil der Wertsch&amp;ouml;pfungskette, wodurch Arbeit direkt in Bezug auf Gesundheit aber auch in anderen Sektoren geschaffen wird. Zum dritten ist der Output des Gesundheitswesens, n&amp;auml;mlich die Gesundheit der Menschen, ihrerseits ein wichtiger Inputfaktor f&amp;uuml;r die gesamte Wirtschaft &amp;ndash; Erhaltung der Arbeitskraft &amp;ndash; und Voraussetzung f&amp;uuml;r die hohe Produktivit&amp;auml;t der &amp;ouml;sterreichischen Arbeitskr&amp;auml;fte.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Somit entfaltet das Gesundheitswesen in &amp;Ouml;sterreich abgesehen vom individuellen Nutzen aus Gesundheit zus&amp;auml;tzlich Wertsch&amp;ouml;pfungs- und Wachstumseffekte, welche wir in den genannten Studien quantifizieren konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Wertsch&amp;ouml;pfungseffekte von Gesundheit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Der Gesundheitsbetrieb selbst bewirkt Besch&amp;auml;ftigungs- und Wertsch&amp;ouml;pfungseffekte, sowohl direkt durch die im Gesundheitswesen besch&amp;auml;ftigten Personen und die von ihnen produzierten Leistungen, als auch indirekt durch Besch&amp;auml;ftigungs- und Wertsch&amp;ouml;pfungseffekte bei vorgelagerten G&amp;uuml;tern und Dienstleistungen. Weiters gelangt ein Teil des dadurch zus&amp;auml;tzlich verf&amp;uuml;gbaren Einkommens &amp;uuml;ber den Konsum in die in- und ausl&amp;auml;ndische Wirtschaft. Daraus folgen wiederum Besch&amp;auml;ftigungs- und Wertsch&amp;ouml;pfungseffekte. Auch fiskalische Effekte werden durch h&amp;ouml;here Besch&amp;auml;ftigung und Wertsch&amp;ouml;pfung sowohl direkt, indirekt als auch konsuminduziert&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;erzielt.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Der &amp;ouml;konomische Nutzen, der von den Ausgaben des &amp;ouml;sterreichischen Gesundheitswesens ausgel&amp;ouml;st wird, wurde in der vorliegenden Studie f&amp;uuml;r das Jahr 2006 quantifiziert. Dabei wurden die laufenden Gesundheitsausgaben, die Investitionen des &amp;ouml;sterreichischen Gesundheitswesens sowie die Exporte von &amp;ouml;sterreichischen Gesundheitsdienstleistungen und -g&amp;uuml;tern untersucht. Als Methode wurde die Input-Output-Analyse eingesetzt, um die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen und in den einzelnen Wirtschaftszweigen ber&amp;uuml;cksichtigen zu k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Folgende Ergebnisse konnten ermittelt werden: Die 2006 insgesamt get&amp;auml;tigten Gesundheitsausgaben (laufende Ausgaben, Investitionsausgaben, Exporte) l&amp;ouml;sten in &amp;Ouml;sterreich einen Wertsch&amp;ouml;pfungseffekt in H&amp;ouml;he von 22,5 Milliarden Euro aus. Dies entspricht etwa 9,7 Prozent der gesamt&amp;ouml;sterreichischen Wertsch&amp;ouml;pfung im Jahr 2006. Weiters wurden durch die Gesundheitsausgaben mehr als 445.000 Vollzeitarbeitspl&amp;auml;tze generiert, was einem Anteil von 12,5 Prozent an der gesamt&amp;ouml;sterreichischen vollzeit&amp;auml;quivalenten Besch&amp;auml;ftigung entspricht. Zudem flossen 10,4 Milliarden Euro in Form von Steuern und Abgaben an die &amp;ouml;ffentliche Hand zur&amp;uuml;ck, dies entspricht etwa 9,3 Prozent der gesamten &amp;ouml;ffentlichen Einnahmen an Steuern und Sozialbeitr&amp;auml;gen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Wachstumseffekte von Gesundheit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Durch eine Anhebung des Gesundheitsniveaus der &amp;ouml;sterreichischen Bev&amp;ouml;lkerung wird die Produktivit&amp;auml;t des Faktors Arbeit erh&amp;ouml;ht. Zur Quantifizierung der volkswirtschaftlichen Effekte wurden zwei Ans&amp;auml;tze herangezogen: der Humankapital-Ansatz und TaxLab, ein am IHS entwickeltes Gleichgewichtsmodell, das die &amp;ouml;sterreichischen Institutionen der Makro&amp;ouml;konomie abzubilden vermag.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Der &lt;strong&gt;Humankapital-Ansatz&lt;/strong&gt; beantwortet die Frage, inwieweit die &amp;ouml;sterreichische Volkswirtschaft an Produktivkraft verl&amp;ouml;re, l&amp;auml;gen heute die Gesundheitsverh&amp;auml;ltnisse der Bev&amp;ouml;lkerung wie im Jahr 1980, 1990 und 2000 vor. Diese &lt;em&gt;ceteris paribus&lt;/em&gt;-Betrachtung1 erfasst die Effekte, welche durch &amp;Auml;nderungen in den Krankenst&amp;auml;nden und der vorzeitigen Sterblichkeit aus dem Arbeitsprozess verursacht werden. Insgesamt sind Ver&amp;auml;nderungen der Morbidit&amp;auml;t produktivit&amp;auml;tsrelevanter, da ein hoher Teil der durch medizinische Interventionen gewonnenen Lebenszeit im nicht-erwerbsf&amp;auml;higen Alter anf&amp;auml;llt. Das durchschnittliche BIP pro Kopf dient zur Bewertung der jetzigen Wirtschaftsleistung der eingesetzten Arbeitskraft. Die Ergebnisse im Kern: Herrschten die Anwesenheiten und Sterblichkeiten der Jahre 1980, 1990 bzw. 2000 in der Gegenwart vor, so w&amp;auml;re das BIP im Jahr 2007 um 5,2%, 3,2% bzw. 1,8% niedriger ausgefallen. Der statische Humankapital-Ansatz vermag jedoch im Gegensatz zum TaxLab-Modell Auswirkungen auf wichtige Indikatoren f&amp;uuml;r Wachstum wie bspw. Besch&amp;auml;ftigung, Kapitalstock und Konsumverhalten nicht abzubilden.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Mit Hilfe des&lt;strong&gt; makro&amp;ouml;konomischen&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Gleichgewichtsmodells TaxLab&lt;/strong&gt; wurden daher die Auswirkungen von unspezifisch reduzierten Gesundheitsausgaben und des dadurch verursachten schlechteren Gesundheitsniveaus der Bev&amp;ouml;lkerung auf die &amp;ouml;sterreichische Wirtschaft simuliert. In den jeweiligen Varianten wurde eine 5%-ige &lt;strong&gt;Reduktion&lt;/strong&gt; der &amp;ouml;ffentlichen Gesundheitsausgaben zusammen mit einer kompensierenden Steuersenkung unterstellt. Die Auswirkungen auf Bev&amp;ouml;lkerung, Besch&amp;auml;ftigung und BIP variieren mit den jeweiligen Annahmen hinsichtlich der Form der Finanzierung und Wirkungsgrad2 der Gesundheitsausgaben auf den &amp;nbsp;Gesundheitszustand. Bspw. w&amp;uuml;rde gem&amp;auml;&amp;szlig; der Variante mit Pauschaltransfers zu den privaten Haushalten und 50% Wirkungsgrad das BIP pro Erwerbsf&amp;auml;higem um 0,25% sinken, das BIP pro Kopf stiege hingegen um 0,26%. Grund f&amp;uuml;r die unterschiedliche Entwicklung des BIP pro Kopf und BIP pro Erwerbsf&amp;auml;higem liegt in der Schrumpfung der &amp;ouml;sterreichischen Bev&amp;ouml;lkerung. In der Variante mit Umsatzsteuerreduktion legt das BIP pro erwerbsf&amp;auml;higer Person um 0,1% leicht zu. Das Makro-Modell vernachl&amp;auml;ssigt dabei jeweils den Nutzen, den eine l&amp;auml;ngere Lebenserwartung f&amp;uuml;r die Personen selbst bedeutet, und der in diesem Zusammenhang zu ber&amp;uuml;cksichtigen w&amp;auml;re.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&lt;strong&gt;R&amp;uuml;ckfragehinweis:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;IHS, Stumpergasse 56, 1060 Wien, Fax: 01/59991-162, http://www.ihs.ac.at&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Univ.-Prof. Dr. Bernhard Felderer, felderer@ihs.ac.at, Tel.: 01/59991-125&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Dr. Thomas Czypionka, thomas.czypionka@ihs.ac.at, Tel.: 01/59991-127&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Dr. Markus Pock, markus.pock@ihs.ac.at, Tel. 01/59991-210&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Dipl. Ing. Alexander Schnabl, alexander.schnabl@ihs.ac.at, Tel. 01/59991-211&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;Tanja Gewis (Public Relations), gewis@ihs.ac.at, Tel.: 01/59991-122&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&lt;em&gt;1 Bei einer ceteris paribus-Betrachtung werden einzelne Parameter eines Modells variiert, w&amp;auml;hrend die restlichen konstant gehalten werden. Im vorliegenden Fall wird als Status quo das Jahr 2007 herangezogen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;&quot;&gt;&lt;em&gt;2 Der &amp;bdquo;Wirkungsgrad&amp;ldquo; ist der Anteil der beobachteten &amp;Auml;nderungen im Gesundheitszustand, der auf &amp;Auml;nderungen der Gesundheitsausgaben zur&amp;uuml;ckgef&amp;uuml;hrt werden kann. 100% Wirkungsgrad bedeuten demgem&amp;auml;&amp;szlig;, dass die gesundheitlichen Verbesserungen aufgrund nicht-medizinischer Faktoren wie bessere Arbeitsbedingungen durch gesundheitssch&amp;auml;dliche Faktoren wie Umwelteinfl&amp;uuml;sse kompensiert wurden, sodass die im Zeitraum beobachteten Verbesserungen allein durch medizinische Faktoren bedingt sind. Aufgrund der problematischen Quantifizierung des kausalen Zusammenhanges zwischen Gesundheitsausgaben und Gesundheit wurden im Simulationsmodell drei Szenarien mit 25%, 50% und 75% Wirkungsgrad gerechnet.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Wed, 09 Jun 2010 14:35:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Der Mensch als Maschine</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=396</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Entwicklung von Craig Venter l&amp;ouml;st Diskussionen um Ethik und Medizin aus. Dispute in der Scientific Community.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der j&amp;uuml;ngste Coup des J. Craig Venter Institute hat die Debatte &amp;uuml;ber die Synthetische Biologie wieder aufflammen lassen. Den US-Forschern war es gelungen, einen lebensf&amp;auml;higen Mikroorganismus mit einem synthetischen Genom zu schaffen, das in ein Bakterium eingepflanzt worden war &amp;ndash; der letzte Schritt vor einer vollst&amp;auml;ndig synthetischen Lebensform aus dem Labor. W&amp;auml;hrend die Verfechter von Kraftstoff produzierenden Biomaschinen tr&amp;auml;umen und die Gegner unkalkulierbare Folgen f&amp;uuml;r die Biodiversit&amp;auml;t bef&amp;uuml;rchten, pl&amp;auml;diert der Medizinethiker Giovanni Maio daf&amp;uuml;r, das Verst&amp;auml;ndnis der Synthetischen Biologie von Leben selbst kritisch zu hinterfragen. Maio ist seit 2006 Direktor des Instituts f&amp;uuml;r Ethik und Geschichte an der Universit&amp;auml;t Freiburg. Die Rede von den &quot;lebenden Maschinen&quot;, die etwa Craig Venter im Munde f&amp;uuml;hrt, ist f&amp;uuml;r ihn ein Widerspruch und entwertet unsere Vorstellung von Leben &amp;ndash; mit gravierenden Konsequenzen&lt;em&gt;.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Synthetische Biologie wirft wichtige Fragen auf, mit denen man sich fr&amp;uuml;hzeitig besch&amp;auml;ftigen muss. Es sind grundlegende Fragen, die unser Selbstverst&amp;auml;ndnis als Menschen und unseren Umgang mit der Welt betreffen. Daher tut eine Ethik der Synthetischen Biologie Not. Die landl&amp;auml;ufige Art und Weise, Ethik zu betreiben, besteht in der Abw&amp;auml;gung von Nutzen und Risiken. Ethik jedoch bedeutet mehr als eine Kalkulation von Nutzen und Risiken: Ethik bedeutet &amp;uuml;ber die grundlegenden Fragen nachzudenken, und die Synthetische Biologie liefert uns viele Anl&amp;auml;sse, diesen Fragen nachzugehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So liegen die Kernfragen, die die Synthetische Biologie aufwirft, aus genuin ethischer Sicht nicht so sehr in den m&amp;ouml;glichen Folgen, sondern vor allem in der Frage: Welches Verst&amp;auml;ndnis von Leben hat die Synthetische Biologie und damit die Naturwissenschaft &amp;uuml;berhaupt? Was bedeutet es, wenn die Naturwissenschaft unter rein naturwissenschaftlichen Bedingungen Leben definiert und welche Auswirkungen auf unser Selbstverst&amp;auml;ndnis als Menschen h&amp;auml;tte es, wenn es &amp;ndash; tats&amp;auml;chlich und nicht nur vorgeblich &amp;ndash; gel&amp;auml;nge, Leben aus dem Labor zu z&amp;uuml;chten? Ich m&amp;ouml;chte auf diese ethischen Herausforderungen mit drei Thesen antworten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erste These: Es ist nicht weise, die Evolution des Lebens hinter sich lassen zu wollen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese These hat mit dem Credo einiger Synthetischer Biologen zu tun. So hat der Forscher Tom Knight vom MIT in einer Pressekonferenz folgende Absicht kund getan: &amp;bdquo;Der genetische Code ist 3,6 Milliarden jahre alt. Es wird Zeit, ihn neu zu schreiben.&amp;ldquo; (1) Doch damit nicht genug, meinte Craig Venter, &amp;bdquo;es wird Zeit, die Evolution durch etwas Besseres zu ersetzen&amp;ldquo;, und zwar mit einer &amp;bdquo;zweiten Genesis&amp;ldquo;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen bringen den Unterschied zwischen Synthetischer Biologie und der &amp;bdquo;traditionellen&amp;ldquo; Biotechnologie zum Ausdruck. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass die traditionelle Biotechnologie immer mit dem bestehenden Genom eines existierenden Organismus gestartet ist und dieses ver&amp;auml;ndert hat, indem Gene ausgeschaltet oder zus&amp;auml;tzlich eingebaut wurden. Das Genom, an dem Ver&amp;auml;nderungen vorgenommen wurden, ist stets das Produkt eines nat&amp;uuml;rlichen evolution&amp;auml;ren Prozesses. Der Manipulation geht mittelbar ein lebensf&amp;auml;higer Organismus als Teil der Evolution voraus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Synthetische Biologie m&amp;ouml;chte sich von diesem Organismus als Teil der Evolution komplett l&amp;ouml;sen und von Grund auf neu beginnen. Sie startet nicht mit einer vorgegebenen Evolution, sondern mit &amp;bdquo;BioBricks&amp;ldquo;, die keine Evolution hinter sich haben. Die Synthetische Biologie ist von der Idee beseelt, die Evolution hinter sich zu lassen, um es sozusagen besser machen zu wollen, als es die Evolution geschafft hat &amp;ndash; besser deswegen, weil die Ziele nun vom Menschen vorgegeben werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir geht es nicht um eine Glorifizierung der Evolution und auch nicht um eine mythische Aufladung der 3,6 Milliarden Jahre Entwicklungsgeschichte organischen Lebens auf der Erde. Gleichwohl erscheint mir der Anspruch vieler Biologen von heute, es besser machen zu wollen als die Evolution, doch sehr vermessen. Denn: Was ist &amp;uuml;berhaupt besser? Welche Zukunft haben wir da vor Augen? Wie weise sind wir, um genau zu wissen, was besser ist, und wie &amp;uuml;berheblich ist es, zu sagen, die 3,6 Milliarden Jahre eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses interessieren uns nicht mehr &amp;ndash; obwohl wir selbst ohne diesen Prozess nicht w&amp;auml;ren? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kritisiere hier also nicht das Machen an sich, sondern die Grundhaltung des Machens, die Grundhaltung, die dem Gegebenen gar keinen Wert beimisst und damit das Seiende entwertet. Deswegen pl&amp;auml;diere ich ausgehend von der ersten These f&amp;uuml;r eine R&amp;uuml;ckbesinnung auf den Wert des Gegebenen.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite stellt sich in jedem Fall die Frage, ob es nicht gerade Teil der menschlichen Natur ist, seine Natur zu &amp;uuml;bersteigen. K&amp;ouml;nnten wir nicht annehmen, dass es gerade die Natur des Menschen ausmacht, dass er Neues kreiert &amp;ndash; vieles eben doch von Grund auf neu? Warum soll das Herstellen biologischer Organismen etwas Anderes sein als das Erstellen synthetischer Entit&amp;auml;ten durch die Synthetische Biologie?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, es gibt hier einen Unterschied, und zwar nicht nur den, dass hier der historische evolution&amp;auml;re Prozess unterbrochen wird, was schon gewichtig genug w&amp;auml;re. Der Unterschied ist vor allem, dass der Anspruch der Synthetischen Biologie darin besteht, nicht nur irgendetwas neu zu schaffen, sondern Leben zu schaffen. Das ist der vulnerable Punkt der Synthetischen Biologie: ihre Zielsetzung, Leben neu zu schaffen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zweite These: Leben ist mehr, als die Naturwissenschaft sagen kann&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese These formuliere ich, weil das Ziel der Synthetischen Biologie gerade darin besteht, neues Leben herzustellen. Leben herstellen &amp;ndash; ist nicht schon das Zusammenspiel dieser beiden Worte ein Widerspruch? Ein Widerspruch, der nicht sofort auff&amp;auml;llt, weil wir es schon l&amp;auml;ngt gewohnt sind, die Welt aus einer verobjektivierenden naturwissenschafltichen Sicht zu betrachten. Und doch gibt es hier einen Unterschied in der Wahrnehmung zwischen dem Biologen und dem Geisteswissenschaftler. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;F&amp;uuml;r den Biologen ist es charakteristisch, dass er das biologische Leben als einen rein deskriptiven Begriff versteht: Leben ist das, was bestimmte nachweisbare Eigenschaften hat. Das ist nat&amp;uuml;rlich auch vollkommen richtig. Notwendig f&amp;uuml;r die Defintion des Lebens mag es sein, dass es &amp;uuml;ber bestimmte F&amp;auml;higkeiten verf&amp;uuml;gt. Aber ist damit wirklich auch schon alles gesagt? Ist das Leben mit der reinen Beschreibung seiner Funktionen bereits erfasst? Wir werden sofort erkennen, dass hier ja eine Dimension vollkommen fehlt, eine Dimension, die aber ganz entscheidend ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es um den Begriff des Lebens geht, k&amp;ouml;nnen wir uns nicht auf die rein naturwissenschaftliche Sicht verlassen, weil der Blick des Naturwissenschaftlers von vornherein ein verobjektivierender Blick ist. Der Naturwissenschaftler muss aus der lebendigen Welt erst einmal Objekte machen, um diese zu untersuchen, er muss sie entmystifizieren, sie herunterbrechen auf ihre verobjektivierbaren, messbaren, sichtbaren Elemente. Das ist auch nicht zu beklagen. Aber es w&amp;auml;re ein Trugschluss, wenn man nach Aufsetzen dieser verobjektivierenden Brille meinte, mit dieser Brille alles zu sehen, und zwar so zu sehen, wie die Welt ist. Das ist eben ein grundlegender Irrtum, und dieser Irrtum ist f&amp;uuml;r die Synthetische Biologie von zentraler Bedeutung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade bezogen auf den Begriff des Lebens gibt es immer eine doppelte Perspektive: die Perspektive der angemessenen naturwissenschaftlichen Beschreibung auf der einen Seite und die Perspektive des m&amp;ouml;glichen inneren Werts des Lebens auf der anderen Seite. Wenn wir den Begriff &amp;bdquo;Leben&amp;ldquo; h&amp;ouml;ren, so assoziieren wir geradezu zwangsl&amp;auml;ufig damit, dass das Leben doch etwas Besonderes ist, etwas, das sich grundlegend vom Nicht-Leben, vom Ding unterscheidet. Dieses Besondere des Lebens kommt in der naturwissenschaftlichen Beschreibung des Lebens &amp;uuml;berhaupt nicht vor. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir n&amp;auml;mlich den Biologen fragen, was Leben ist, wird er sagen: Leben ist definiert &amp;uuml;ber das Zusammenkommen von Reproduktion, Stoffwechsel und Evolutionsf&amp;auml;higkeit. Solche Beschreibungen sind unzweifelhaft richtig, aber sie erfassen doch nicht das Leben an sich, sondern lediglich das Leben aus der Perspektive des Labors. Es ist das experimentelle System, es ist die Zielsetzung des Experimentierens, die eine solche Definition hervorbringt. Aber es ist nicht die Definition des Lebens an sich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir fragen, was Leben ist, m&amp;uuml;ssen wir eben genau hinschauen, in welchem Kontext eine solche Definition erfolgt. Und der Kontext des Biologen ist der experimentelle Kontext, der gerade dadurch charakterisiert ist, dass er zentrale Gesichtspunkte des Seins von vornherein herausnimmt und damit reduktionistisch ist. Gegen eine solche Reduktion ist auch nichts zu sagen, weil diese Reduktion erst neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse erm&amp;ouml;glicht. Aber es muss daf&amp;uuml;r sensibilisiert werden, dass Leben mehr ist als das, was im Labor gesehen werden kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leben ist zun&amp;auml;chst einmal mehr, als diese Labordefinition sagen kann, weil das Leben gerade durch seine Entwicklung, seine eigenst&amp;auml;ndige Verwandlung, durch seinen in ihm inh&amp;auml;renten Prozess der Ver&amp;auml;nderung charakterisiert ist. Andreas Brenner hat darauf hingewiesen, dass sich die Identit&amp;auml;t des Lebens gerade aus ihrem Vollzug ergibt (2); es ist gerade das Sich-Entwickeln-K&amp;ouml;nnen, was das Leben ausmacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nimmt man eine statische Definition aus dem Labor, wird man das Eigentliche des Lebens nicht erfassen k&amp;ouml;nnen. Das Leben, das man im Labor definiert, ist nicht das Leben an sich, denn das Leben an sich ist ein Leben in Bewegung, in der Entwicklung, Leben auf dem Weg. Dieses Auf-dem-Weg ist im Labor weder zu sehen noch vorherzusagen, weil sich dieses Auf-dem-Weg erst in der echten Natur erm&amp;ouml;glichen wird. Leben also ist mehr als das, was der Naturwissenschaftler beschreiben kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leben ist nicht das, was wir unter dem Mikroskop sehen k&amp;ouml;nnen, sondern Leben ist der Prozess, der sich selbst erh&amp;auml;lt; Aristoteles sprach von der Entelechie, der Einheit, die das Ziel ihrer Entwicklung in sich selbst tr&amp;auml;gt. An diesem Punkt zeigt sich eben die gro&amp;szlig;e Differenz zwischen Leben und Ding: Der Gegenstand, das k&amp;uuml;nstlich hergestellte Ding ist das Ding, das dem von au&amp;szlig;en gesetzten Gesetz und Ziel folgt, eine Maschine eben; das k&amp;uuml;nstlich hergestellte Leben aber folgt nicht mehr allein diesem Gesetz, sondern wenn es wirklich Leben ist, dann folgt dieses Leben dem Ziel seiner selbst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es nicht seinem eigenen Ziel folgen k&amp;ouml;nnte, sondern nur dem Ziel von au&amp;szlig;en ohne diese innere Autonomie, dann w&amp;auml;re es kein Leben, sondern eine komplexe Maschine. Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, und sie wird nicht immer vorgenommen. Sie ist wichtig, weil sie aufzeigt, dass selbst f&amp;uuml;r den Fall, dass es der Synthetischen Biologie gel&amp;auml;nge, tats&amp;auml;chlich Leben auf k&amp;uuml;nstlichem Wege zu erzeugen, sie dennoch zugestehen muss, dass sich dieses Leben dann aus sich selbst heraus entwickelt und nicht einfach dem Konstrukteur folgt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies wirft nat&amp;uuml;rlich ein anderes Licht auf die Verhei&amp;szlig;ungen der Synthetischen Biologen. Wenn sie sagen, wir wollen Leben schaffen, das aber absolut sicher und kontrollierbar ist, so liegt in diesem Anspruch ein Widerspruch. Wenn es Leben ist, dann ist es spontan weiterentwicklungsf&amp;auml;hig und gerade nicht berechenbar und absolut kontrollierbar. Wenn es absolut kontrollierbar ist, dann stellt sich die Frage, ob hier &amp;uuml;berhaupt von Leben im echten Sinne gesprochen werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit mein Hinweis auf den methodischen Reduktionismus, den die naturwissenschaftliche Methode inh&amp;auml;rent in sich tr&amp;auml;gt. Aber mein Hinweis auf die Grenze dessen, was Naturwissenschaft leisten kann, geht noch weiter. Denn die Grenze der Naturwissenschaft liegt gerade darin, dass sie zwar die Parameter des Beschreibens kennt, aber methodisch blind ist f&amp;uuml;r die Parameter des Bewertens &amp;ndash; Bewerten verstanden im Nicht-Zweckm&amp;auml;&amp;szlig;igen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Naturwissenschaft kann allenfalls etwas &amp;uuml;ber die Zweckm&amp;auml;&amp;szlig;igkeiten sagen, aber gerade nicht &amp;uuml;ber den inneren Wert, &amp;uuml;ber den Eigenwert, &amp;uuml;ber den Wert an sich von all dem, was sie beschreibt. Und das ist ein entscheidender Punkt. Denn gerade der Begriff des Lebens hat immer auch eine normative Konnotation. Eine normative Konnotation, die von der Naturwissenchaft selbst nicht aufgefangen werden kann. Der Biologe wird als Biologe nie den Wert des Lebens sehen oder biologisch erkennen k&amp;ouml;nnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hei&amp;szlig;t eben f&amp;uuml;r die Synthetische Biologie, dass ab dem Moment, da es ihr vielleicht gelingen k&amp;ouml;nnte, Entit&amp;auml;ten zu bilden, die tats&amp;auml;chlich von sich aus leben, dass ab diesem Moment durch die naturwissenschaftliche Beschreibung dieser Entit&amp;auml;ten allein nichts &amp;uuml;ber deren Wert, &amp;uuml;ber deren Eigenwert, ihren inneren Wert gesagt werden kann. Problematisch wird es eben genau dann, wenn die Biologie aus der Beschreibung nackter Fakten abzuleiten glaubt, dass das Leben nichts Besonderes ist. Genau das geschieht heute schon, und zwar durch die Sprache, die viele Vertreter der Synthetischen Biologie w&amp;auml;hlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So hat es sich bei manchen Vertretern der Synthetischen Biologie eingeb&amp;uuml;rgert, die Entit&amp;auml;ten, die sie hervorbringen wollen, als &amp;bdquo;lebende Maschinen&amp;ldquo; zu bezeichnen. Die Synthetische Biologie ist also die Wissenschaft, die lebende Maschinen hervorbringen m&amp;ouml;chte. In diesem Begriff kommt etwas Zweifaches zum Ausdruck: Einerseits die Vorstellung, das Leben lie&amp;szlig;e sich nicht etwa erschaffen, bzw. das Leben schafft sich nicht selbst, sondern es wird hergestellt, es ist herstellbar wie eine Maschine. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweitens, und dies ist noch gewichtiger: Wenn wir von Leben als einer &amp;bdquo;lebenden Maschine&amp;ldquo; sprechen, so setzen wir voraus, dass das Leben nicht mehr ist als eine Maschine. Und damit verbunden ist die Vorstellung, dass das Leben das ist, was man dann auch wie eine Maschine behandeln darf (3). Mir ist hier das Denken wichtig, das dem Experiment vorausgeht. Das Denken n&amp;auml;mlich, das mit der &amp;Uuml;berzeugung startet: Leben ist nicht mehr als das, was man herstellen kann; Leben ist nicht mehr als eine komplexe Maschine. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit verbunden ist wiederum die nicht ausgesprochene &amp;Uuml;berzeugung, dass es gar keinen gro&amp;szlig;en Unterscheid gibt zwischen der Maschine und dem Leben. Nur der Komplexit&amp;auml;tsgrad ist ein anderer, ansonsten bewegen sich beide auf einer ontologischen Stufe &amp;ndash; genau das suggeriert der Ausdruck &amp;bdquo;lebende Maschine&amp;ldquo;. Damit wird verdeckt, dass dieser Ausdruck im Grunde ein Widerspruch in sich ist. Dass dieser Widerspruch nicht wahrgenommen wird, halte ich f&amp;uuml;r ein Problem. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dritte These: Die Synthetische Biologie geht mit der Gefahr einer mechanistischen Entwertung allen Lebens einher&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die drohende Entwertung des Lebens durch die Synthetische Biologie meine ich in einem zweifachen Sinn. Erstens meine ich damit die Entwertung dessen, was die Synthetische Biologie m&amp;ouml;glicherweise an Leben zum Entstehen bringen wird. Gelingt es der Synthetischen Biologie tats&amp;auml;chlich auch &amp;uuml;ber Einzeller hinaus Leben zum Entstehen zu verhelfen, so wird sie &amp;ndash; wie der Begriff &amp;bdquo;lebende Maschinen&amp;ldquo; schon zeigen &amp;ndash;, dieses Leben als ein herstellbares Produkt betrachten, als eine Ware, die man her- und abbestellen, die man patentieren, verkaufen &amp;ndash; und wegwerfen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Ebene der Mikroorganismen mag uns das nicht besonders befremden, auf einer h&amp;ouml;heren Entwicklungsstufe wird diese rein instrumentelle Sicht auf das Leben ein gro&amp;szlig;es Problem. Das Leben wird dann nur noch innerhalb eines Verwertungszusammenhanges betrachtet und damit vollkommen entwertet. Man geht mit diesem Leben um, als ob es gar kein Leben w&amp;auml;re. Und dies ist ein Problem. Denn die Entstehungsbedingungen des Lebens sind irrelevant f&amp;uuml;r den Wert des Lebens. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch ein m&amp;ouml;glicherweise k&amp;uuml;nstlich hergestelltes Leben w&amp;auml;re wertvoll, solange man tats&amp;auml;chlich von Leben als einem sich selbst aufrechterhaltenden Wesen sprechen kann. Denken wir an die Idee des geklonten Menschen &amp;ndash; der nicht sein soll: G&amp;auml;be es den geklonten Menschen tats&amp;auml;chlich, so w&amp;uuml;rden wir ihn als Menschen genauso sch&amp;uuml;tzen, unabh&amp;auml;ngig davon, ob er auf k&amp;uuml;nstlichem oder nat&amp;uuml;rlichem Wege gezeugt worden w&amp;auml;re. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Synthetische Biologie neigt dazu, das, was sie an Leben vielleicht erm&amp;ouml;glicht, gar nicht als Leben, sondern nur als Maschine, als Produkt zu betrachten. Damit, so meine These, wird sie dem Leben nicht gerecht. Genau deswegen, weil die Synthetische Biologie das &amp;bdquo;herzustellende&amp;ldquo; Leben gar nicht wirklich als Leben erfasst, genau aus diesem Grund fehlt ihr auch die Scheu, ein solches Leben zum Entstehen zu bringen. Diese Scheu aber muss sein, vor allem dann, wenn es das Stadium des Mikroorganismus &amp;uuml;berschreitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Hauptsorge ist die Entwertung des Lebens, und diese meine ich noch in einem zweiten Sinn. Wenn die Synthetische Biologie sich anschickt, Leben im Labor zu schaffen und wenn sie suggeriert, dass dieses Leben nicht mehr ist als eine herstellbare Maschine, so w&amp;uuml;rde damit nicht nur das Leben im Labor entwertet. &amp;Agrave; la longue k&amp;ouml;nnte sich auch eine Vorstellung breit machen, dass das Leben an sich nicht mehr ist als etwas beliebig Herstellbares (4).&amp;nbsp; Wenn das Leben zunehmend unter diesem Aspekt der technischen Reproduzierbarkeit betrachtet wird, so k&amp;ouml;nnte der Mensch sich immer mehr in der Haltung des Verf&amp;uuml;gens &amp;uuml;ber das Leben verirren und das verlieren, was Bedingung seiner eigenen Existenz ist: n&amp;auml;mlich die Haltung der Achtung vor dem Leben an sich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher sehe ich die Gefahren der Synthetischen Biologie weniger im Machen als in der Grundhaltung, die dem Machen zugrunde liegt. Die ad&amp;auml;quate Grundhaltung w&amp;auml;re nicht der Anspruch &amp;bdquo;ich erschaffe Leben im Labor&amp;ldquo;, sondern viel bescheidener &amp;bdquo;ich helfe der Selbstentstehung von Leben&amp;ldquo;. Der Mensch kann Leben nicht erschaffen &amp;ndash; das Leben erschafft sich selbst. Und schon gar nicht kann der Mensch das Leben aus dem Nichts erschaffen. Das, was der Mensch nicht erschafft, sondern dem er lediglich zum Entstehen verhilft, besteht aus vorgegebenen Bestandteilen und ist eben keine Erschaffung aus dem Nichts, keine creatio ex nihilo. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fazit: Die Synthetische Biologie und der verstellende Blick auf das Leben&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Entzauberung der Welt hat schon stattgefunden, und doch sollte man gerade im Angesicht des Lebens auf unserer Welt das Staunen und das Verzaubertsein bewahren. Heidegger hat die Technik als &amp;bdquo;Ge-stell&amp;ldquo; bezeichnet, das den Blick auf das Wesentliche ver-stellen kann. Genau diese Gefahr birgt die Synthetische Biologie, weil durch die vermeintliche technische Herstellbarkeit des Lebens der Blick daf&amp;uuml;r verloren gehen k&amp;ouml;nnte, dass das Leben etwas von einem Wunder hat. Dass es einen inneren Wert besitzt, etwas Kostbares ist, das am Ende nur als Gabe betrachtet werden kann, auf die man nicht mit Stolz blicken, sondern die man nur in Dankbarkeit annehmen kann. Und ich w&amp;uuml;rde mir w&amp;uuml;nschen, dass wir uns diesen Blick auf den Geschenkcharakter des Lebens auch im Zeitalter der Synthetischen Biologe nicht verstellen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;(1) Zitiert in Lee Silver: &quot;A new generation of scientific mavericks is not content to merely tinker with life's genetic code. They want to rewrite it from scratch.&quot; Newsweek 2007.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(2) Siehe Brenner, Andreas: Leben &amp;ndash; Grundwissen Philosophie. Reclam 2009&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(3) Siehe dazu n&amp;auml;her Boldt J, M&amp;uuml;ller O, Maio G.: Synthetische Biologie. Eine ethisch-philosophische Analyse. Bern 2009, abrufbar unter http://www.ekah.admin.ch/de/dokumentation/publikationen/beitraege-zur-ethik-und-biotechnologie/index.html&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(4) Dies ist die Hauptthese des Bandes Boldt M&amp;uuml;ller Maio, zit. in (3).&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Fri, 28 May 2010 11:42:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Experten: Labormedizin wird unterschätzt</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=403</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zwei Drittel der Diagnosen durch Laboruntersuchungen - Zwei bis drei Prozent der Kosten im Gesundheitswesen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Labormedizin wird von der Gesundheitspolitik oft gr&amp;ouml;blichst untersch&amp;auml;tzt und oft blo&amp;szlig; als Kostentreiber gesehen. &quot;Zwei bis drei Prozent der Kosten (des Gesundheitswesens, Anm.) entstehen im Labor, es ist aber zu zwei Dritteln f&amp;uuml;r die Diagnose von Krankheiten verantwortlich&quot;, sagte der Wiener Spezialist Thomas Szekeres bei einer Pressekonferenz. Neu ist ein einfacher Bluttest der - ohne Computertomographie oder MR-Untersuchung - den Ausschluss eines schweren Sch&amp;auml;del-Hirn-Traumas nach St&amp;uuml;rzen erlaubt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&amp;auml;hrend die Krankenkassen regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig &amp;uuml;ber die Laborkosten st&amp;ouml;hnen, betonte Szekeres, Experte am Zentrallabor des AKH in Wien, den Wert von derartigen Untersuchungen: &quot;Diabetes vom Typ 2 tritt immer h&amp;auml;ufiger und fr&amp;uuml;her in unseren Breiten auf. Je fr&amp;uuml;her die Krankheit diagnostiziert wird, umso fr&amp;uuml;her sie behandelt wird, desto weniger Sch&amp;auml;den treten auf. Mit einer guten Blutzuckerkontrolle kann man die Gef&amp;auml;&amp;szlig;sch&amp;auml;den um 41, die Nervensch&amp;auml;den um 54 Prozent und die Nieren und Augensch&amp;auml;den um 60 Prozent reduzieren.&quot; Voraussetzung daf&amp;uuml;r sind vor allem Blutzucker- und HbA1c-Wert-Bestimmungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein neues Verfahren gibt es zum Ausschluss des Vorliegens eines Sch&amp;auml;del-Hirn-Traumas nach Unf&amp;auml;llen und St&amp;uuml;rzen. Hier kann man nach dem Auftreten von S 100-Protein &quot;fahnden&quot;, das bei Nervenverletzungen schon binnen 30 Minuten ins Blut abgegeben wird. Szekeres: &quot;Das ist auf jeden Fall einfacher durchzuf&amp;uuml;hren als eine Magnetresonanz-Untersuchung oder eine Computertomographie.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor allem beim Vorliegen von leichten Sch&amp;auml;deltraumen k&amp;ouml;nnten damit teurere bildgebende Untersuchungen erspart werden. Der Gesundheits&amp;ouml;konom &lt;strong&gt;Thomas Schr&amp;ouml;ck&lt;/strong&gt;: &quot;Wir haben in &amp;Ouml;sterreich pro Jahr rund 60.000 Sch&amp;auml;del-Hirn-Traumen. Ein CT kostet 250 Euro, eine MR-Untersuchung 450 Euro. Ein S 100-Labortest kostet 20 Euro. Wenn man nur 20 Prozent der bildgebenden Untersuchungen ersetzen k&amp;ouml;nnte, k&amp;auml;me man auf ein Einsparungspotenzial von drei Mio. Euro pro Jahr.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt, so Schr&amp;ouml;ck, sei das Verhalten der Krankenkassen bez&amp;uuml;glich der Laborkosten zwar &amp;ouml;konomisch richtig, aber mehr Verlagerung zur Pr&amp;auml;vention und Fr&amp;uuml;hdiagnostik von Erkrankungen w&amp;uuml;rde wesentlich mehr Einsparungen bringen. Ein Beispiel daf&amp;uuml;r sind auch chronische Infektionskrankheiten. Der Gesundheits&amp;ouml;konom: &quot;Ein Gro&amp;szlig;teil der F&amp;auml;lle von chronischer Hepatitis B sind in &amp;Ouml;sterreich nicht bekannt. Wir rechnen mit Zehn-Jahres-Kosten von rund 60.000 Euro. Die Behandlung einer Hepatitis B kostet am Beginn 9,30 Euro monatlich. Wenn daraus eine Leberzirrhose mit einer Transplantation wird, steigen die Kosten auf 11.180 Euro oder etwa das Doppelte.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei HIV und Aids ist es &amp;auml;hnlich. Schr&amp;ouml;ck: &quot;Die Kosten einer Ansteckung werden mit rund 450.000 Euro berechnet. Bei eine Salvage- (Rettungs-)Therapie steigen sie auf 975.000 Euro.&quot; Eine fr&amp;uuml;he Diagnose der HIV-Infektion helfe, weitere Ansteckungen zu verhindern und durch eine fr&amp;uuml;he Therapie die Kosten zu reduzieren.&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Fri, 21 May 2010 17:14:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Meilenstein in der Synthetischen Biologie</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=402</link>
            <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Erstmals k&amp;uuml;nstliche Bakterien hergestellt&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-top: 0px;&quot;&gt;Der kalifornische Genomforscher Craig Venter, der als erster das menschliche Erbgut entzifferte und eine gentechnische Pionierarbeit auf die N&amp;auml;chste folgen lie&amp;szlig;, hat die biologische Sch&amp;ouml;pfung endg&amp;uuml;ltig zur Kunstform erhoben. Er hat mit seinen Kollegen im Labor ein Mycoplasma-Bakterium mit einem synthetisch nachgebauten Genom ausgestattet und quasi zum Leben erweckt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das transplantierte, etwas mehr als eine Millionen Bausteine gro&amp;szlig;e Kunstgenom steuert allein die Lebensprozesse der Mikrobe &amp;ndash; inklusive seiner Vermehrung. Leben aus dem Chemiekasten. &lt;strong&gt;&amp;bdquo;Mycoplasma mycoides JCVIsyn1.0&amp;ldquo;&lt;/strong&gt;, so lautet mit Hinweis auf das&lt;strong&gt; &amp;bdquo;J. Craig Venter Institute&amp;ldquo;&lt;/strong&gt; in San Diego der Name der k&amp;uuml;nstlichen Kreatur, die wegen eines eingebauten Farbstoffgens blau gef&amp;auml;rbt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die von Venter patentierte Erfindung ist soeben in dem international renommierten Wissenschaftsmagazin &lt;strong&gt;&amp;bdquo;Science&amp;ldquo;&lt;/strong&gt; ver&amp;ouml;ffentlicht worden. Von Fachleuten wird die Arbeit als Meilenstein der Synthetischen Biologie eingesch&amp;auml;tzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Venters neuer Genomstreich ist der H&amp;ouml;hepunkt einer Reihe von Experimenten, die er in den vergangenen Jahren zusammen mit dem Nobelpreistr&amp;auml;ger Hamilton Smith an Mikroorganismen vorgenommen hat. Ihm geht es vor allem darum, eines Tages chemisch ma&amp;szlig;geschneiderte Design-Organismen zu kreieren, die eine Energierevolution ausl&amp;ouml;sen sollen: Mikroalgen etwa, die Sonnenenergie mit einer nie dagewesenen Effizienz gewinnen oder wahlweise das Treibhausgas Kohlendioxid in verwertbare Rohstoffe umwandeln k&amp;ouml;nnen. Doch nicht nur das treibt Venter an: Wie viele der neuen Genomingenieure, die von der Bioterror-Angst nach &amp;bdquo;Nine Eleven&amp;ldquo; verunsichert wurden, hat sich Venter als einer der ersten &amp;uuml;ber die Risiken und den m&amp;ouml;glichen Missbrauch synthetischer Organismen Gedanken gemacht. &amp;Uuml;ber die Rolle der Ethik, die zum st&amp;auml;ndigen Begleiter der Synthetischen Biologie geworden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;bdquo;Das ist ein wichtiger Schritt, glauben wir, sowohl wissenschaftlich als auch philosophisch&amp;ldquo;, sagt Venter heute. &amp;bdquo;Es hat meine Sicht &amp;uuml;ber die Definition des Lebens ge&amp;auml;ndert und dar&amp;uuml;ber, wie Leben funktioniert.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die ETC-Gruppe, eine internationale Nichtregierungsorganisation, die sich von Anfang an in die ethische Bewertung der Gentechnik einschaltete, sprach nach der Pr&amp;auml;sentation von Venters Ergebnisse auf einer Presskonferenz von einem &amp;bdquo;entscheidenden Moment, in dem die B&amp;uuml;chse der Pandora ge&amp;ouml;ffnet&amp;ldquo; worden sei. Bei der Synthetischen Biologie handele es sich um &amp;bdquo;eine von Profitinteressen getriebene Hochrisikotechnologie, bei der neue Organismen aus kaum verstandenen Bauteilen zusammengesetzt werden&amp;ldquo;. Die Freisetzung der k&amp;uuml;nstlichen Lebensformen k&amp;ouml;nne ungeahnte Folgen f&amp;uuml;r die Biosph&amp;auml;re und Artenvielfalt haben. International fehlen klare Regelungen, monierte die ETC-Gruppe. Bis der Gesetzgeber klare Grenzen gesetzt habe, sollten sich Venter und seine Kollegen einem Moratorium unterwerfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Quelle: FAZ&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Fri, 21 May 2010 08:35:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Pflegenotstand in Österreich und Weltweit</title>
            <link>http://www.multiart.at/oeaek_newsroom/index.php?m=viewarticle&amp;ar=401</link>
            <description>&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;In &amp;Ouml;sterreich fehlen mehr als 7000 Pflegekr&amp;auml;fte &amp;ndash; weltweit ist der Arbeitskr&amp;auml;ftemangel in den Pflegeberufen noch drastischer. Die Branche ist in &amp;Ouml;sterreich zwar angesehen, jedoch nicht beliebt.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt;&quot;&gt;Krankenpflege ist zwar gesellschaftlich angesehen&amp;nbsp; - machen wollen die Arbeit aber zu wenige. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Vereinigung der Pflegedirektoren &amp;Ouml;sterreichs. Daten der WHO zufolge ist der Pflegermangel kein &amp;ouml;sterreichisches, sondern ein globales Problem. Ein Problem, welches in den n&amp;auml;chsten Jahrzehnten aufgrund demografischer Ver&amp;auml;nderungen zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt;&quot;&gt;7000 diplomierte Pfleger und Pflegerinnen fehlen dem &amp;ouml;sterreichischen Gesundheitssystem derzeit laut einer Studie der Vereinigung der Pflegedirektoren &amp;Ouml;sterreichs. Eine Zahl, die angesichts hoher Arbeitslosigkeit verwundert, doch die Berufssparte ist zu wenig beliebt. Pflegeberufe gelten laut Umfragen als &amp;bdquo;wichtig, verantwortungsvoll, unentbehrlich und zukunftssicher&amp;ldquo;, gleichzeitig aber als &amp;bdquo;anstrengend und beanspruchen&amp;ldquo; &amp;ndash; und das schreckt viele ab.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Motivation n&amp;ouml;tig&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt;&quot;&gt;Was muss getan werden, um das Interesse an Pflegeberufen zu verst&amp;auml;rken? &amp;bdquo;Ein erster Schritt, um die n&amp;ouml;tige Anzahl von geeigneten Bewerbern f&amp;uuml;r den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege zu gewinnen und die derzeit t&amp;auml;tigen Pflegepersonen motiviert im Berufsfeld zu halten, ist es, die Gesundheits- und Krankenpflege als positive Marke zu etablieren und dem Beruf jenes positive Image zu verleihen, das seiner gesellschaftspolitischen Bedeutung entspricht&amp;ldquo;, erkl&amp;auml;rt der Vorsitzende der Vereinigung der Pflegedirektoren &amp;Ouml;sterreichs Karl Schwaiger.&amp;nbsp; Au&amp;szlig;erdem m&amp;uuml;sse vermittelt werden, dass Pflegeberufe in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Demografische Herausforderungen f&amp;uuml;r das Gesundheitssystem&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt;&quot;&gt;Denn die Bev&amp;ouml;lkerung im Alter von &amp;uuml;ber 60 Jahren wird in den n&amp;auml;chsten Jahren bzw. Jahrzehnten zahlen- und anteilsm&amp;auml;&amp;szlig;ig stark an Gewicht gewinnen. Seit der Jahrhundertwende, aber auch in Zukunft, treten immer st&amp;auml;rker besetzte Generationen ins Pensionsalter &amp;uuml;ber. In der j&amp;uuml;ngeren Vergangenheit waren dies die starken Geburtsjahrg&amp;auml;nge um 1940, k&amp;uuml;nftig werden es dann die Baby-Boom-Jahrg&amp;auml;nge der sp&amp;auml;ten 1950er- und der 1960er-Jahre sein. Auch werden mehr Menschen als fr&amp;uuml;her ein h&amp;ouml;heres Alter erreichen. Somit wird die Zahl der &amp;uuml;ber 60-J&amp;auml;hrigen im Jahr 2015 mit 2,07 Mio. um 10% gr&amp;ouml;&amp;szlig;er sein als 2008 (1,88 Mio.). Bis 2030 steigt ihre Zahl auf 2,81 Mio. (+49%), bis 2050 schlie&amp;szlig;lich auf 3,24 Mio. (+72%).&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt;&quot;&gt;Gegenw&amp;auml;rtig stehen 22,6% der Bev&amp;ouml;lkerung im Pensionsalter von 60 und mehr Jahren. Infolge der aufgezeigten Ver&amp;auml;nderungen werden ab dem Jahr 2018 bereits mehr als 25% der Gesamtbev&amp;ouml;lkerung &amp;uuml;ber 60 Jahre alt sein, nach 2028 bereits mehr als 30%. Bis zum Jahr 2050 steigt der Anteil der &amp;uuml;ber 60-j&amp;auml;hrigen Bev&amp;ouml;lkerung auf 34,2% an.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kommende Belastung des Gesundheitssystems&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;Noch st&amp;auml;rker ver&amp;auml;ndern sich k&amp;uuml;nftig Zahl und Anteil der &amp;uuml;ber 75-j&amp;auml;hrigen Bev&amp;ouml;lkerung. Diese Bev&amp;ouml;lkerungsgruppe umfasste 2008 noch 662.000 Personen. 2030 wird sie bereits 1,02 Mio. betragen, um 54% mehr als 2008. Bis 2050 steigt ihre Zahl auf 1,58 Mio. an, das entspricht einem Plus von 139%. Ihr Anteil an der Gesamtbev&amp;ouml;lkerung wird sich in diesem Zeitraum von 8% &amp;uuml;ber 11% (2030) auf 17% (2050) ebenfalls mehr als verdoppeln. Dies wird das Gesundheitssystem sowie alle Arten von Betreuungseinrichtungen f&amp;uuml;r &amp;auml;ltere Menschen vor gro&amp;szlig;e Herausforderungen stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&amp;Ouml;sterreich ist nicht allein&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt;&quot;&gt;Die eben genannten Zahlen zeigen: Der bereits jetzt bestehende Mangel wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten verschlimmern, wenn nicht mit entsprechenden Ma&amp;szlig;nahmen f&amp;uuml;r den Beruf geworben werden kann. Ein schwacher Trost in der ganzen Sache: Der Pflegenotstand ist nicht alleine ein &amp;ouml;sterreichisches Problem. Die Situation, so die Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem im M&amp;auml;rz 2010 ver&amp;ouml;ffentlichten Bericht, sei in jedem Land &amp;ndash; egal ob arm oder reich &amp;ndash; dieselbe. Es gibt schlicht zu wenig Pflegepersonal. International betrachtet wirken die &amp;ouml;sterreichischen Zahlen dabei fast banal. In Indien alleine fehlen bis zum Jahr 2012 zum Beispiel 2,4 Millionen Krankenpfleger, um auf einen Pfleger-Patientenschnitt von 1:500 zu kommen. Zum Vergleich: Der ungef&amp;auml;hre Pfleger-Patienten-Schnitt in Europa und den USA betr&amp;auml;gt 6,25 Pfleger auf 500 Patienten.&lt;/p&gt;</description>
            <author>office@multiart.at</author>
            <pubDate>Wed, 19 May 2010 17:49:00 +0100</pubDate>
        </item>
    </channel>
</rss>
